67 Kinder bauen und spielen beim städtischen Ferienspaß unter dem Motto „Ägypten“.

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Die junge „Baukolonne“ hat sich an eine Pyramide herangewagt. Das Zwischenergebnis ist bereits beeindruckend.

Die junge „Baukolonne“ hat sich an eine Pyramide herangewagt. Das Zwischenergebnis ist bereits beeindruckend.

Uwe Schinkel

Die junge „Baukolonne“ hat sich an eine Pyramide herangewagt. Das Zwischenergebnis ist bereits beeindruckend.

Sprockhövel. Seit vier Tagen wird auf der Wiese am Börgersbruch wieder gehämmert und gesägt, was das Zeug hält. Wegen der großen Nachfrage wurden 67 Kinder für den Abenteuerspielplatz des städtischen Ferienprogramms angenommen, obwohl die Zahl der Plätze eigentlich auf 60 begrenzt ist.

Aufgeteilt in neun Gruppen, angeleitet von jeweils einem Betreuer, haben sich die Sechs- bis 12-Jährigen eifrig an die Arbeit gemacht, aus rohen Brettern Hütten zu zimmern.

Bereits im zweiten Stockwerk angekommen ist die Gruppe von Lara (10). Die Routine machts, denn die meisten Mitglieder waren im vergangenen Jahr schon dabei. "Da haben wir zwei Wochen gebraucht, jetzt sind wir schon nach drei Tagen fast so weit", sagt Lara. Während ihre Gruppe wie fast alle übrigen auf das bewährte viereckige Hausmodell zurückgegriffen hat, wird nebenan das diesjährige Motto schon am Baustil erkennbar.

"Wir haben ja das Thema Ägypten, da bauen wir auch eine Pyramide", erklärt die neunjährige Lena und befestigt das nächste Brett auf dem extra schräg konstruierten Rahmen. Die Form beeindruckt, und stabil ist die Sache bisher auch. Selbst Betreuer Marcel, der die Stützkonstruktion entworfen hat, kann auf die schrägen Flanken klettern. Der 21-jährige Industriekaufmann hat sich für die zwei Wochen des Ferienspaßes extra Urlaub genommen und ist wie die meisten Betreuer seit vielen Jahren dabei.

Sicherheit steht natürlich an erster Stelle und so mahnen Marcel und seine Kollegen immer wieder, Nägel, die aus Brettern ragen, sofort krumm zu schlagen. Ein Betreuer und zwei Kinder sind trotz des Ratschlags, nicht auf am Boden liegende Bretter zu treten, in Nägel getappt und mussten kurz zum Arzt.

Während der zwei Wochen des Abenteuerspielplatzes ist das Jugendzentrum Niedersprockhövel geschlossen.

Der Kinderbereich ist wegen weiteren Ferienspaßaktivitäten in beiden Jugendzentren bis 31. Juli geschlossen.

Ansonsten beschränken sich kleine Wehwehchen zum Glück nur auf den auch Heimwerkern bekannten schmerzhaften Hammerschlag auf die eigenen Finger. "Einige Pflaster werden jeden Tag gebraucht", sagt Jugendzentrumsmitarbeiterin Ute Feldmann, die auf dem Hof der benachbarten Grundschule die Stellung hält und mit den weniger baubegeisterten Kindern, Ketten, Medaillons und Kostüme für das Ägyptenfest zum Abschluss der zwei Wochen bastelt. Bis dahin stehen noch Bewegungsspiele, eine Stadtrallye und orientalische Tanzkurse auf den Programm - so dass niemandem langweilig wird, wenn der Bau erst steht.

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