Die Aufnahme größerer Gruppen stellt die Stadt vor Probleme.

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Vor allem syrische Flüchtlinge werden in NRW erwartet.

Vor allem syrische Flüchtlinge werden in NRW erwartet.

dpa

Vor allem syrische Flüchtlinge werden in NRW erwartet.

Sprockhövel. Nachdem die Landesregierung im März bekannt gegeben hatte, dass NRW bereit sei, 1000 Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen, herrscht bei den Städten und Kreisen Ungewissheit darüber, wie viele Flüchtlinge sie aufnehmen müssen. „Wir haben noch keine Informationen, wie viele Menschen nach Sprockhövel kommen“, sagt Maria Nachtigall vom Sachgebiet Soziales und Integration.

Wie Fachbereichsleiterin Evelyn Müller erklärt, wäre die Aufnahme von ein bis zwei Personen kein Problem. „Bei größeren Zahlen wäre es etwas anderes“, sagt Evelyn Müller. Dann könne es zu Schwierigkeiten mit der Wohnsituation kommen.

Derzeit sind rund 65 Flüchtlinge in der Stadt – im Übergangswohnheim an der Gevelsberger Straße und in verschiedenen Mietwohnungen – untergebracht. Aufgrund von Zuweisungen und Abgängen ändert sich die Zahl immer wieder. Im Jahr 2012 lag die Zahl bei 61 Personen.

Positiv ist aus Sicht der Verwaltung, dass sich die Flüchtlinge inzwischen gut einleben. „Es gab früher mehr Probleme mit der Nachbarschaft“, sagt Müller erfreut. Auch unter finanziellen Gesichtspunkten ist die Lage derzeit unproblematisch. „Wir haben die Kosten nach dem bisherigen Bestand kalkuliert und die Ausgaben liegen noch im vorgesehenen Rahmen“, sagt Kämmerer Rainer Kaschel. Angesichts der Tatsache, dass das Land bei Neuankömmlingen für die Finanzierung zuständig sei, sieht er keinen Anlass zur Besorgnis. Nur wenn die Kosten deutlich steigen, müsse man über die Genehmigung einer außerplanmäßigen Ausgabe durch den Rat nachdenken. wow

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