Stadtrat will an der Kampagne teilnehmen und faire Produkte anbieten.

Neben fairem Kaffee – etwa von der Wuppertaler Firma Gepa – muss auch Zucker oder Orangensaft aus fairem Handel angeboten werden, um zur „Fairtrade Town“ zu werden.
Neben fairem Kaffee – etwa von der Wuppertaler Firma Gepa – muss auch Zucker oder Orangensaft aus fairem Handel angeboten werden, um zur „Fairtrade Town“ zu werden.

Neben fairem Kaffee – etwa von der Wuppertaler Firma Gepa – muss auch Zucker oder Orangensaft aus fairem Handel angeboten werden, um zur „Fairtrade Town“ zu werden.

dpa

Neben fairem Kaffee – etwa von der Wuppertaler Firma Gepa – muss auch Zucker oder Orangensaft aus fairem Handel angeboten werden, um zur „Fairtrade Town“ zu werden.

Sprockhövel. Vor rund einem Jahr startete die Lokale Agenda 21 eine Initiative mit dem Ziel, die Stadt Sprockhövel zur „Fairtrade Town” zu machen und damit ihre Solidarität mit Entwicklungsländern deutlich zu machen. Jetzt unternahm der Rat der Stadt einen ersten formalen Schritt in diese Richtung.

Auch Geschäfte und Schulen müssen faire Produkte anbieten

In einem einstimmigen Beschluss fordern die Politiker die Verwaltung auf, an der Kampagne teilzunehmen, die dafür erforderlichen Anträge zu stellen und die geforderten Kriterien schnellstmöglich zu erfüllen. Damit sich die Stadt mit der Bezeichnung „Fairtrade Town“ schmücken kann, muss sie eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen, die erkennen lassen, dass hier auf breiter Basis Produkte aus dem fairen Handel angeboten werden.

So sollen zukünftig bei allen Sitzungen von Ausschüssen und Stadtrat fairer Kaffee ausgeschenkt und ein weiteres faires Produkt – beispielsweise Orangensaft oder Zucker – verwendet werden.

Außerdem müssen in mindestens fünf Geschäften, drei Gastronomiebetrieben und einer Schule, einem Verein und einer Kirchengemeinde Produkte aus fairem Handel angeboten oder eingesetzt werden. Schließlich muss das Thema auch durch Medien oder Online-Publikationen gefördert und ins Bewusstsein der Menschen gerufen werden.

Nach ersten Treffen ist die im April 2014 gegründete Steuerungsgruppe der Lokalen Agenda, die die Aktivitäten koordiniert, sicher, dass die Kriterien in naher Zukunft nachgewiesen werden können. Ein gutes Beispiel dafür ist, dass im Büro des Bürgermeisters bereits ausschließlich Faitrade-Kaffee ausgeschenkt wird. Dann könnte Sprockhövel bald zum Kreis der weltweit rund 1500 Städte und 225 Städte in Deutschland gehören, die sich „Fairtrade Town“ nennen dürfen.

Die Kampagne „Fairtrade Town“ wurde im Jahr 2000 in Großbritannien gegründet. Seit 2008 wird sie auch in Deutschland durchgeführt.

Die Kampagne verleiht den Städten nach Erfüllung der geforderten Kriterien den Titel für zwei Jahre. Danach muss der Titel erneuert werden.

Der Faire Handel unterstützt Produzenten in den Entwicklungsländern, um ihnen eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen.

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