Bei der Detailplanung für den Sportplatz drohen Zeit und Kosten davonzulaufen. Planung des Schulvorplatzes ist fortgeschritten.

Zwischen Vereinsheim (hinten) und Platz würde einen Höhenunterschied entstehen, wenn der Kunstrasen nur oben aufgesetzt wird.
Zwischen Vereinsheim (hinten) und Platz würde einen Höhenunterschied entstehen, wenn der Kunstrasen nur oben aufgesetzt wird.

Zwischen Vereinsheim (hinten) und Platz würde einen Höhenunterschied entstehen, wenn der Kunstrasen nur oben aufgesetzt wird.

Gerhard Bartsch

Zwischen Vereinsheim (hinten) und Platz würde einen Höhenunterschied entstehen, wenn der Kunstrasen nur oben aufgesetzt wird.

Herzkamp. Die Planungen für die Erneuerung des Sportplatzes Herzkamp, der aus Mitteln des Konjunkturpakets und des VfLGennebreck mit Kunstrasen und Schulsportanlage ausgestattet werden soll, kommen unter Zeitdruck. Eigentlich sollte bald ausgeschrieben werden, um Ende Mai, Anfang Juni mit den Bauarbeiten beginnen zu können. Doch noch sind wichtige Details nicht geklärt. Die Laufbahn in den Südhang zu legen, ist dabei ebenso umstritten wie eine mögliche Höherlegung des Platzes um 30 Zentimeter.

Deponierung des alten Platzbelags könnte teuer werden

Beides haben Zentrale Gebäudebewirtschaftung (ZGS) und Tiefbauamt aus Kostengründen im Lenkungskreis Herzkamp (siehe Kasten) vorgeschlagen, beides trifft aber beim VfL auf wenig Gegenliebe. "550 000 Euro Gesamtkosten waren bisher nur eine grobe Kalkulation, wir müssen sehen, dass wir die auch einhalten können”, sagte ZGS-Leiter Ralph Holtze.

Ein Auskoffern und Deponieren des Untergrunds könne da zu teuer sein, zumal Probebohrungen vor einigen Jahren ergeben hätten, dass das Material möglicherweise als Sondermüll deponiert werden müsste. Deshalb nun der Plan, den Kunstrasenaufbau oben aufzusetzen. Für den VfL hätte das aber den Nachteil, dass das für 100 000 Euro selbst gebaute Vereinsheim plötzlich tiefer liegen würde. "Zwei Stufen wären unschön, aber machbar, aber was ist mit dem Regenwasser?”, sorgt sich der VfL-Fördervereinsvorsitzende Bernd Gabler um das Heim.

Auch die Platzgröße wird noch diskutiert. "Mit 98 mal 64 Meter kämen wir hin”, sagt Gabler, wobei für höhere Klassen mindesten 100 Meter Länge vorgeschrieben sind. "Jeder Meter mehr kostet aber”, hält Holtze dagegen. Am Dienstag im Arbeitskreis Sport soll alles noch einmal diskutiert werden.

Schulvorplatz: Ansteigende Pflasterung ersetzt die Treppe

Schon einen Schritt weiter scheint man mit der Neugestaltung des Grundschulvorplatzes. Die soll ebenso aus Mitteln des Konjunkturpakets bezahlt werden. Die ZGS hat jetzt eine Konzeptplanung vorgelegt. Sie sieht eine ansteigende Pflasterung vor, um den Höhenunterschied von der Straße zum Sportplatz bis zum Schuleingang zu überbrücken und auf die jetzige Treppe verzichten zu können.

Wie genau die begrünt wird, um Aufenthaltsqualität zu erreichen und ob die Rampe zur Seite mit L-Steinen oder Böschungen abgrenzt wird, wie es sich die Bürgergemeinschaft wünscht, ist noch offen. Der Plan wird erst einmal dem ehemaligen Amt für Agrarordnung bei der Bezirksregierung vorgelegt, um weitere Anregungen zu erhalten. Diese Stelle beschäftigt sich intensiv mit der Dorfentwicklung. Herzkamp hatte 2009 erstmals beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft” teilgenommen. "Der Plan geht schon mal in die richtige Richtung, auch wenn wir uns eine Gesamtlösung mit Sportplatz und Schule gewünscht hätten”, sagte Holger Wanzke von der Bürgergemeinschaft. Die ist aber längst vom Tisch.

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