Die Sanierungskosten liegen im sechsstelligen Bereich. Im schlimmsten Fall droht ein Winter ohne Heizung.

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Die Leichtbaukonstruktion des Hallendachs – hier bei einer Reparatur im Jahr 2006 – lässt den Austausch der dortigen Lüftungsanlage nicht zu.

Die Leichtbaukonstruktion des Hallendachs – hier bei einer Reparatur im Jahr 2006 – lässt den Austausch der dortigen Lüftungsanlage nicht zu.

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Die Leichtbaukonstruktion des Hallendachs – hier bei einer Reparatur im Jahr 2006 – lässt den Austausch der dortigen Lüftungsanlage nicht zu.

Haßlinghausen. Unliebsame Überraschung für die Stadt und Haßlinghausens Sportvereine. Bei der alle drei Jahre anstehenden TÜV-Prüfung ist die Lüftungsanlage durchgefallen. Hinsichtlich Brandschutz, Sicherheit und Hygiene erfüllt sie nicht mehr die Verordnungen.

"Eine Nachrüstung der zwischen der Balkenkonstruktion des Dachs befindlichen Aggregate ist nicht möglich", teilte der Leiter der Zentralen Gebäudebewirtschaftung (ZGS), Ralph Holtze, am Montag im Sportausschuss mit und nannte als Beispiel erforderliche stärkere Filter, für die die Anlage aber nicht genug Leistung habe.

Inzwischen ist die Lüftung abgeschaltet. Luftzufuhr gibt es nur noch über die drei Lüftungsklappen, die nun ständig geöffnet sind, und die Türen. Hausmeister, Schulen und Vereine werden in Schreiben darauf hingewiesen, sie möglichst offenzuhalten.

Großveranstaltungen wie die Schlagernacht des TuSHaßlinghausen sind vorerst nicht möglich. Für November muss sich der TuS einen anderen Veranstaltungsort suchen, hat die ZGS dem Verein mitgeteilt.

Sollte der Missstand nicht bis zum Winter behoben sein, droht allen Nutzern der nachmittags voll ausgelasteten Halle ein ähnliches Schicksal. Über die Lüftungsanlage läuft nämlich auch die Beheizung der Halle.

Schneelast: Zuletzt war die Sporthalle Haßlinghausen Anfang Januar für zwei Tage vorsorglich gesperrt, weil eine kritische Schneelast von 20 Zentimetern Höhe auf dem Dach erreicht war. Balkenbruch: Mehrere Wochen war die Halle im Februar/März 2006 gesperrt. Ein Balken der Dachkonstruktion war gebrochen.

Wie und wo eine komplett neue Anlage eingebaut werden kann, will die ZGS in den nächsten Wochen untersuchen. "Man könnte sie an die hinteren Giebelseite anbauen, allein dafür rechnen wir schon mit Kosten von rund 150 000 Euro", sagt Holtze, gibt gleichzeitig zu Bedenken, dass es sich bei der Halle um ein altes Schätzchen (Baujahr 1972) handele, deren Leichtbauweise nicht viele Möglichkeiten lasse.

Einen Sachstandsbericht soll die Politik Anfang Juni erhalten, um dann zu entscheiden, was gemacht wird. Das Konjunkturpaket II und die gelockerten Ausschreibungsregeln könnten dabei Hilfen bieten. "Selbst wenn es schnell geht, dürfte es aber bis zu einer Auftragsvergabe September werden. Dann wird es bis zum Winter eng", rechnet Holtze vor.

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