Kirche braucht neue Heizung/Rücklagen reichen nicht.

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Pfarrer Arne Stolorz (l.) und Presbyter Nils Lohmann hoffen, dass sich der Zeiger des Spendenbarometers nach oben bewegt.

Pfarrer Arne Stolorz (l.) und Presbyter Nils Lohmann hoffen, dass sich der Zeiger des Spendenbarometers nach oben bewegt.

Gerhard Bartsch

Pfarrer Arne Stolorz (l.) und Presbyter Nils Lohmann hoffen, dass sich der Zeiger des Spendenbarometers nach oben bewegt.

Niedersprockhövel. Die evangelische Kirche an der Hauptstraße - wegen der Form ihrer Kuppel nur Zwiebelturmkirche genannt - ist eines der Sprockhöveler Wahrzeichen und gleichzeitig Konzert- und Ausstellungsort, der nicht nur von Gottesdienstgängern besucht wird.

Deshalb hoffen Pfarrer Arne Stolorz und das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Sprockhövel jetzt auf die Solidarität der Sprockhöveler. Die alte Dampfheizung des Gotteshauses muss dringend ausgetauscht werden. Sie fällt häufig aus - zuletzt ausgerechnet an Heiligabend - poltert und verpulvert Unmengen von Energie.

Schon seit einiger Zeit wird für eine neue Anlage gesammelt, doch nach Kassensturz und Kalkulation steht fest: Noch fehlen 11 500 der benötigten 85 000 Euro. "Bevor wir die nicht zusammenhaben, können wir den Auftrag nicht vergeben", sagt Presbyter Nils Lohmann.

Früher reichten Rücklagen aus, um derartige Projekte zu stemmen, doch diese Zeiten sind in fast allen Gemeinden in Zeiten sinkender Kirchensteuereinnahmen vorbei. "Da wir auch das Gemeindehaus sanieren müssen, stehen für die Heizung nur 50 000 Euro zur Verfügung", sagt Lohmann. 8500 Euro gibt es aus dem Härtefonds des Kirchenkreises dazu, rund 15 000 Euro sind bereits an Spenden hereingekommen.

Ein am Kirchenportal angebrachtes Spendenbarometer und eine Postkartenaktion ("Wir sorgen gern dafür, dass Ihnen mit Gottes Wort warm ums Herz wird - aber das ist sehr schwierig mit kalten Füßen") soll nun dafür Sorgen, dass der Zeiger bald in die Höhe schnellt. Bei der Sparkasse Sprockhövel hat die Gemeinde dafür ein eigenes Spendenkonto eingerichtet.

Beim Anbringen des Barometers hat sich übrigens bereits die nächste Schwachstelle des Bauwerks deutlich gezeigt. Die Sandsteinfassade bröckelt. "Da müssen wir auch bald ’ran", sagt Kirchbaumeisterin Renate Erner. Das werde dann nicht unter 200 000 Euro abgehen. Die nächste Spendenaktion? Erner: "Eins nach dem anderen." gh

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