Haßlinghausen Großer Andrang beim Waveboard-Training. Mehr als 60 Kinder machten mit.

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In Schlangenlinien geht es im Jugendzentrum Haßlinghausen durch den Hindernis-Parcours.

In Schlangenlinien geht es im Jugendzentrum Haßlinghausen durch den Hindernis-Parcours.

Uwe Schinkel

In Schlangenlinien geht es im Jugendzentrum Haßlinghausen durch den Hindernis-Parcours.

"Wenn ihr jetzt noch die Hüfte dreht, fahrt ihr wie von alleine." Geduldig erklärte Joe Turon immer wieder die Bewegung, die das "Waveboarding" so einzigartig macht. Kurz die Anweisung des Profis befolgt und schon ging es los für die jungen Anfänger auf dem Waveboard - übersetzt Wellenbrett - am Mittwoch in der Pausenhalle der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule.

Mehr als 60 Kinder wollten beim Waveboard-Training mitmachen

Dort bot das Jugendzentrum Haßlinghausen kurzfristig ein Training auf dem Waveboard für Anfänger und Fortgeschrittene an. Ein Waveboard ist eine Weiterentwicklung des Skateboards. Der Unterschied ist eine Unterteilung des Bretts in zwei Fußplatten. Auch hat das Waveboard nur zwei Rollen und nicht vier wie sein älterer Bruder. Angetrieben wird das Gerät nicht durch Antreten mit dem Fuß, sondern durch die Rotation der Hüfte. Was sich in der Theorie kompliziert anhört, ist praktisch kinderleicht: "20 bis 30 Minuten dauert es, bis die Kinder die Rotations-Bewegung raushaben", erklärte Turon, der das Training leitete. Das schnelle Erfolgserlebnis ist wichtig, damit die Kinder am Ball oder besser gesagt auf dem Brett bleiben. So wie der 10-jährige Julian. Im Frühjahr hat er während eines Kuraufenthalts das Waveboard-Fahren gelernt. Sein drei Jahre älterer Bruder Tim zog nach. Beide fuhren am Mittwoch in der Gruppe der Fortgeschrittenen mit und machten auch beim Hindernis-Parcours eine gute Figur. Ihre Mutter Carola Kircher freut sich darüber, dass ihre Söhne bei Wind und Wetter nach draußen gehen, um mit dem Board in der Gegend herumzusausen.

Ein Sport, der Koordination, Motorik und Gleichgewichtssinn fördert

Trainiert werden dabei Motorik, Gleichgewichtssinn und Koordination der Kinder. "Schrammen gab es am Anfang natürlich auch - vor allem an den Ellbogen", erzählt die Mutter. "Aber es ist einfach gut und macht viel Spaß."

Weitere Termine sind geplant: dann vielleicht in einer Sporthalle

Der Spaß ist den Kindern deutlich anzusehen. In der Anfänger-Gruppe gibt es zwar viele Stürze, aber keine Tränen. Im Gegenteil, jeder Sturz führt zu großem Gelächter bei den kleinen Skatern. Mehr als 60 Kinder - mit und ohne eigenem Sportgerät - kamen zum Jugendzentrum. Wie Carola Kircher erfuhren viele Eltern durch die Zeitung von dem Angebot. Gudrun Hansen, Leiterin der beiden Sprockhöveler Jugendzentren, war selbst überrascht vom Riesenandrang: "Wir freuen uns, dass wir ein Angebot gefunden haben, das so gut bei den Spröckhövelern ankommt." Wegen des großen Interesses an dem Trendsport soll es weitere Termine geben. Dann, so hofft Hansen, vielleicht in der Sporthalle "Glück Auf".

Seit sechs Jahren ist das Waveboard in den USA auf dem Markt. Vor zwei Jahren kam es nach Deutschland. Durch zwei drehbare Rollen wird das Fahrgefühl beschrieben als eine Mischung aus Wellenreiten, Snowboarden und Skateboarden.

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