Grundschüler erfahren wie man mit Hunden umgeht, und warum man keine Angst vor ihnen haben muss.

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Begeistert beobachten die Schüler der 2c wie Sheltie Grady den Sprung über die Kinderhürde nimmt.

Begeistert beobachten die Schüler der 2c wie Sheltie Grady den Sprung über die Kinderhürde nimmt.

Uwe Schinkel

Begeistert beobachten die Schüler der 2c wie Sheltie Grady den Sprung über die Kinderhürde nimmt.

Niedersprockhövel. Hütchenspiel an der Grundschule Börgersbruch: Die Kinder der 2c haben sich in einer Reihe aufgestellt. Vor sich jeweils ein Hütchen, unter einigen stecken Leckerchen. Grady, ein Shetland Sheepdog, sucht die Reihe ab, läuft weiter, wird fündig. Hunde sind Nasentiere, sie können hier nur gewinnen.

Spiel und Spaß mit Hunden steht heute Morgen auf dem Stundenplan. Vier Hunde der Aktion "Helfer auf vier Pfoten" sind mit ihren Menschen zu Besuch gekommen. Der komplette Jahrgang macht beim Projekt mit - drei Klassen. Sie haben sich im Unterricht mit dem Thema Hund beschäftigt, und die Hunde waren schon einmal zum Kennenlernen da.

Manfred Hoeppner vom Hundeverein PHV Gevelsberg braucht nur noch einmal kurz zu testen, was hängen geblieben ist. "Worauf müsst ihr achten, wenn ihr einen Hund trefft?" Die Finger fliegen hoch. "Immer erst den Besitzer fragen, bevor man den Hund streichelt! Nicht wegrennen! Nicht anstarren! Niemals das Essen wegnehmen!"

Die Kinder wissen, wie man ein Leckerchen auf der flachen Hand anbietet. Dass man sich beim Streicheln nicht bedrohlich von oben nähern darf.

Es ist kalt auf dem Schulhof, es nieselt. Aber weder die Kinder noch Grady, Kay (Australian Shepherd), DeeJay (Miniaussie) und Ego (Französische Bulldogge) scheinen das zu merken. Eine Decke wird ausgebreitet, drei Kinder legen sich darauf. Einer nach dem anderen springen die Hunde mit einem eleganten Satz darüber. Jubel, einige Zuschauer hüpfen vor Freude.

Ego ist zuletzt dran. "No Sports" scheint sein faltiges Bulldoggengesicht zu sagen. Ego läuft über das Hindernis - die Kinder lachen. Und dann stellen sich alle 23 auf und bilden mit ihren Beinen einen langen Tunnel für die Hunde. Schon beim ersten Besuch, dem Theorie-Besuch, waren die Kinder ganz bei der Sache.

Lehrerin Monika Spormann: "Hunde sind attraktiv für Kinder. Die Kinder waren die ganze Zeit ruhig dabei, zwei Stunden haben sie das durchgehalten." Das Ende der Doppelstunde rückt näher. Zum Abschluss sitzen Hunde und Kinder noch einmal zusammen, Leckerchen wechseln den Besitzer, die Hunde werden gekrault, letzte Fragen werden gestellt. Dann brechen die Helfer auf vier Pfoten auf. In ein paar Tagen kommen sie wieder, zur nächsten Klasse.

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