Mehr als 200 Kinder durften gestern in die Berufswelt der Erwachsenen schnuppern.

stöbertag
Im Schilderwald: Die Kinder zu Besuch in der Straßenmeisterei.

Im Schilderwald: Die Kinder zu Besuch in der Straßenmeisterei.

Schinkel

Im Schilderwald: Die Kinder zu Besuch in der Straßenmeisterei.

Sprockhövel. So hatte sich Paul Hegemann das nicht gedacht. „In einer Straßenmeisterei werden Straßen gemacht“, glaubte der Zehnjährige.

Stattdessen wurden er und seine Klassenkameraden beim Stöbertag am Dienstag zu riesigen Rasenmähern, einem Kanalspülfahrzeug und dem Salzlager geführt. „Das Lager war am spannendsten, 1000 Tonnen sind echt viel“, sagte Jan-Malte Nasenberg.

Markus Wissemann führte die Gruppe über das Gelände der Straßenmeisterei. „Wo kommt das Salz her?“, „Kann man das probieren?“, „Und für wie lange reicht das Salz?“ Auch die begleitenden Eltern hatten Fragen und standen den Kindern in Sachen Wissbegierigkeit kaum nach.

43 Unternehmen aus Sprockhövel und der Region nahmen am Stöbertag teil. 256 Grundschüler machten sich auf, den Ablauf in den Betrieben kennenzulernen, die Bandbreite reichte vom Kindergarten über ein Autohaus, die Straßenmeisterei bis hin zum Bestattungsunternehmen.

Auch die Tierarztpraxis an der Bahnhofstraße öffnete für neugierige Stöberer ihre Pforten. Extra für diesen Tag lag ein kleiner Stofflöwe auf dem OP-Tisch – fachgerecht festgebunden und mit Narkoseschlauch versehen. Mit offenem Mund lauschten die Kinder den Erklärungen und wollten alles selbst ausprobieren.

Die schwere Bleischürze, die beim Röntgen getragen wird, das Mikroskop, unter dem eine Zecke lag, und Leo, das Kaninchen, das alle auf den Arm nehmen wollten. „Und vorhin haben wir zugeguckt, wie drei Katzen geimpft wurden“, erzählt Luca Vielmetter. Unbedingt wollte er am Stöbertag einen Tierarzt besuchen. „Vielleicht will ich auch mal Tierarzt werden“, überlegt er. aw

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