Am 1. Mai soll das Freibad an der Bleichwiese wie geplant öffnen. Derzeit werden noch die Spuren des Winters beseitigt.

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Schwimmmeister Günter Haase bestreicht den Fünf-Meter-Sprungturm mit Schutzfarbe. Nachdem der Frost zu Teil in den Beton eingedrungen war, musste er ausgebessert werden.

Schwimmmeister Günter Haase bestreicht den Fünf-Meter-Sprungturm mit Schutzfarbe. Nachdem der Frost zu Teil in den Beton eingedrungen war, musste er ausgebessert werden.

Andreas Fischer

Schwimmmeister Günter Haase bestreicht den Fünf-Meter-Sprungturm mit Schutzfarbe. Nachdem der Frost zu Teil in den Beton eingedrungen war, musste er ausgebessert werden.

Sprockhövel. Der Geruch von Farbe, Bitumen und Putzmitteln liegt in der Luft, unter dem Sprungturm steht ein Gerüst im Schwimmerbecken. Zwei Wochen vor dem geplanten Saisonbeginn am 1. Mai wird im Freibad an der Bleichwiese noch an vielen Ecken hantiert.

Der lange, heftige Winter hat zwar nicht zu außergewöhnlichen Schäden geführt, aber dafür gesorgt, dass die Saisonvorbereitung im Verzug ist und vieles auf den letzten Drücker gemacht werden muss.

"Wir werden am 1.Mai starten", sagt Ralph Holtze, Leiter der Zentralen Gebäudebewirtschaftung der Stadt (ZGS), dennoch bestimmt. Der Fördervereinsvorsitzende Kurt Offermann, der kurz vorbeischaut, vernimmt es erfreut, schließlich wird er mit seinen Helfern wie immer das Drumherum des Eröffnungstags organisieren - Kaffee, Kuchen, Brötchen, eine Tombola.

Wer an der Kasse sitzt, ist noch offen

Auch Offermann weiß, dass größere Schäden die Existenz des 54 Jahre alte Bades von heute auf morgen in Frage stellen könnten, erst Recht in Zeiten, vorläufiger Haushaltsführung und dem Verbot der Finanzaufsicht an die Stadt, Kassenpersonal einzustellen. Wie das ab 1. Mai dennoch geregelt werden kann, ist immer noch nicht geklärt. "Es wird eine Lösung geben", verspricht Holtze nur.

Klar ist dagegen, wie die Lösung für Betonabplatzungen am Sprungturm aussieht. Stellen, in die der Frost eingedrungen war, wurden ausgebessert, um die darunterliegende Metallarmierung zu schützen.

Außerdem wurden Winkeleisen unter der Fünf-Meter-Plattform montiert, um Zugkräfte zusätzlich abzufangen. Danach hat der Statiker sein Okay gegeben. Auch kleinere Risse im Becken, die wie immer vor der Saison vom Freibad-Förderverein verpresst wurden, stellen kein Problem dar. Seit Anfang April sind Schwimmer- und Nicht-Schwimmerbecken gestrichen.

Nächste Woche soll die Becken gefüllt werden

"Wenn das Gerüst am Sprungturm abgebaut ist, können wir nächste Woche mit dem Füllen des Beckens anfangen", sagt Schwimmmeister Günter Haase.

Das Nichtschwimmerbecken war schon zum Teil gefüllt, musste aber wieder abgelassen werden, nachdem eine im Frühjahr ausgebesserte Dehnungsfuge nicht hielt. Am Freitag oder Samstag soll das behoben werden, dann kann es noch reichen, das Wasser bis zum 1.Mai einzulassen, zu filtern und auf Temperatur zu bringen. "Spannend bleibt es immer, wenn die alte Technik anläuft", sagt Ralph Holtze.

Gearbeitet wird außerdem noch auf den Dächern der Freibadgebäude, um neue schwarze Plastikrohre für die Solarabsorberanlage zu legen. Die alten begannen sich nach 15 Jahren aufzulösen und spülten mit dem zur Erwärmung durchgeleiteten Wasser immer wieder kleine Partikel in die Becken. Den Austausch erledigt die AVU, mit der ein Contracting-Vertrag für den Betrieb der Anlage besteht.

Neu sein werden auch einige Bänke, die Förderverein und Stadt angeschafft haben, sowie Spielhaus und Holzlokomotive am Planschbecken, die der Verein stiftete. Und schließlich hat auch Harald Natt, der seit Jahren den Kiosk im Freibad betreibt und Donnerstag alles auf Hochglanz schrubbte, eine Neuerung zu vermelden: "Wir haben die Erlaubnis bekommen, erstmals Pommes aus der Fritteuse anzubieten."

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