Im Mai soll am alten Bahnhof in Haßlinghausen eine Kunstaktion entstehen.

Sprockhövel/Essen. Am Sonntag wird mit einem großen Fest auf der Zeche Zollverein in Essen die Kulturhauptstadt Ruhr 2010 eröffnet. Unterdessen rotieren die Planer an der Peripherie. Gemeinsam mit Gevelsberg, Schwelm und Ennepetal hat sich Sprockhövel das Motto "Kohle, Kühe, Kunst" verpasst, ein Slogan von Kulturbüroleiter Norbert Zirkel, der auf den Punkt bringt, was die östliche Randregion des Ruhrgebiets ausmacht: Sie ist Schnittpunkt zwischen dem alten Wirtschaftsmotor und der noch viel älteren Natur.

Im Mai setzen die vier Städte dazu ein kulturelles Zeichen und rufen Künstler zur Teilnahme auf. Sprockhövel steht nach Ennepetal an zweiter Position und eröffnet am 14. Mai sein Kunstprojekt am Wegesrand. Schon jetzt ist das gut 2000 Quadratmeter große Areal am ehemaligen Bahnhof Haßlinghausen, dem Zentralpunkt des Radweges Alte Trasse, eingezäunt. Bei winterlichem Schneetreiben trafen sich dort Norbert Zirkel und der künstlerische Leiter Markus Nottke, um die Fläche in Augenschein zu nehmen.

Aus der Natur, in der Natur - das ist der Grundgedanke der Kunstaktion. Im Grünen wird her- und dargestellt, erlaubt ist alles bis hin zur Performance. Bis zum 29. Januar können Künstler, die teilnehmen möchten, ihre Bewerbungsunterlagen bei der Stadt Ennepetal (Kulturbereich "Kohle, Kühe, Kunst", Bismarckstraße 21) einreichen. Ein fünfköpfiges Gremium wählt dann pro Stadt maximal zehn Künstler aus.

Werke und Künstler sollten möglichst wetterfest sein

Die Werke sollen vor Ort entstehen und mindestens fünf Wochen lang den Witterungseinflüssen standhalten. Gefahr für Mensch und Natur sollten von ihnen nicht ausgehen. Als Materialien sind Holz, Metall und Stein erwünscht. Weitere Informationen erteilen Norbert Zirkel (Telefon 02339/9173 04) und Markus Nottke (Telefon 02333/86 19 07). Zudem steht auf der Internetseite der Stadt Sprockhövel ein Button zum Thema "Ruhr 2010" bereit.

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