Änderung des Flächennutzungsplanes ist genehmigt. Die Bauanträge liegen vor.

Sprockhövel. Als das Schneechaos vor einigen Wochen über Sprockhövel hereinbrach, bekam der alte Sportplatz Haßlighausen noch einmal eine Aufgabe: Die Brachfläche wurde genutzt, um die weißen Massen dort abzuladen, die vorher die Straßen verstopft hatten. Jetzt geht die Bauplanung für das Areal am Rathausplatz in die heiße Phase.

Am Montag, 17 Uhr, beschäftigt sich erneut der Ausschuss für Stadtentwicklung und Denkmalschutz mit dem Thema. Neben dem Rathaus sollen ein Rewe- und ein Aldi-Markt entstehen. Dazu sind noch Büroräume und im hinteren Bereich barrierefreie Wohnungen geplant.

Den Bauantrag für die insgesamt 18 Wohnungen hat Investor Stefan Lenk, der bereits mehrere Rewe-Märkte im Raum Bochum betreibt, bereits eingereicht. Der Antrag für die Gewerbeansiedlung soll ebenfalls bis Montag bei der Stadt eingehen.

Das passt, denn zwischenzeitlich hat auch die Bezirksregierung in Arnsberg die Änderung des Flächennutzungsplans genehmigt. „Wir sind jetzt in der Lage , eine Baugenehmigung zu erteilen“, erklärt der Beigeordnete der Stadt, Bernd Woldt.

Die öffentliche Auslegung der Pläne ergab jedenfalls keine Bedenken. lediglich die SIHK gab eine Anregung, was das Sortiment der Märkte angeht. Laut Woldt eine Formalie. „Es wurde befürchtet, dass zu viele Drogerieartikel angeboten würden.“ Stattdessen solle laut SIHK ein Drogeriemarkt die Chance haben, sich an der Mittelstraße anzusiedeln. Dort gibt es bekanntlich Leerstände. „Das ist aber alles reine Theorie, es gibt keine Interessenten.“

Geheizt wird der Neubau später mit Erdwärme: Derzeit werden die Bohrungen – 46 á 100 Meter Tiefe – für das Geothermiefeld durchgeführt.


Der Betrieb des Bildungszentrums läuft momentan noch uneingeschränkt im Altbau, erst für die Umzugsphase werde man, so Leiter Fritz Janitz, auf andere Standorte ausweichen. Nach der Fertigstellung des Neubaus wird der Altbau nach und nach abgetragen.

Knapp 16.500 Quadratmeter ist die Baustelle groß. Rund 35 Seminarräume werden den Teilnehmern zur Verfügung stellen. 126 Hotelzimmer sind geplant: 105 Einzel-, 19 Doppel- und zwei Schwerbehindertenzimmer.

Für den 9. September ist die Einweihung geplant.

Vorerst kein Thema im Ausschuss ist laut Woldt die mögliche Erweiterung der Feuerwehr. Allerdings müsse spätestens ein Jahr nach der Fertigstellung der Wohnungen für einen Schallschutz gesorgt werden – und das wäre laut B-Plan der Anbau der Feuerwehr.

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