Landgericht verurteilt 45-jährigen Sprockhöveler zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft.

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Andreas Bischof

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Sprockhövel. Zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und zehn Monaten verurteilte das Landgericht Essen jetzt einen 45-jährigen Sprockhöveler, der im Laufe der Hauptverhandlung in einem detaillierten Geständnis zugegeben hatte, über einen Zeitraum von mehreren Jahren insgesamt 2,4 Millionen Euro veruntreut zu haben.

Entnahme des Geldes konnte in der Buchhaltung verschleiert werden

Der Mann war in einem Essener Hotel für das sogenannte „Cash-Management” zuständig, wozu unter anderem die Beschaffung von Bargeld für die Wechselgeldkasse des Hotels und zur Begleichung von Rechnungen im täglichen Geschäft gehörte. Er hatte gestanden, in fast 130 Einzelfällen mit fingierten Geldanforderungen bei der Sparkasse und manipulierten Überweisungen unterschiedlich hohe Beträge für sich und das Geschäftskonto seiner Frau abgezweigt zu haben.

Die Entnahme des Geldes konnte laut Anklage im Bereich der Buchhaltung so verschleiert werden, dass dies letztlich sogar zu einer Verringerung der Steuerzahlungen des Hotels führte.

Das Geld diente zur Finanzierung eines luxuriösen Lebensstils

Mit dem Geld finanzierte der 45-Jährige, so das Urteil, seinen luxuriösen Lebensstil auf eine vom Gericht als „seltene Maßlosigkeit“ bezeichnete Weise.

Mit dem Urteil wurde der zwischenzeitlich ergangene Haftbefehl bis zum Antritt der Strafe zunächst wieder außer Vollzug gesetzt. Außerdem wurden die Ausweispapiere des Mannes vom Gericht eingezogen, und er muss sich wöchentlich bei der Polizei melden.

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