Gemeinsam mit seiner Komplizin soll der 42-Jährige zwei Sparkassen überfallen haben.

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Der mutmaßliche Bankräuber bei einem seiner Überfälle.

Der mutmaßliche Bankräuber bei einem seiner Überfälle.

Polizei

Der mutmaßliche Bankräuber bei einem seiner Überfälle.

Schwelm. Ein 42-jähriger Mann aus Sprockhövel ist am Donnerstag vergangener Woche festgenommen worden. Er steht in Verdacht, gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin (24) mindestens zwei Banküberfälle verübt zu haben – einer davon in Schwelm, einer in Hille (Kreis Minden-Lübbecke).

Nach Angaben der Polizei herrschte bei dem Pärchen Arbeitsteilung: Er schoss, sie fuhr. So zumindest soll es bei einem Überfall in Hille am 10. März dieses Jahres gewesen sein.

Während er die Angestellten mit einer Waffe bedrohte und in die Decke und in einen Schreibtisch schoss, wartete seine Komplizin draußen im Fluchtwagen. Der Überfall endete für das Räuberpaar allerdings erfolglos, Geld gab es keines.

Mehrere 10 000 Euro wurden beim zweiten Überfall erbeutet

Nur zwölf Tage später sollen sie es erneut versucht haben. Ihre Wahl fiel auf die Schwelmer Sparkasse an der Barmer Straße. Wieder saß sie im Fluchtwagen, wieder machte er von seiner Waffe Gebrauch und schoss in die Decke.

Gleichzeitig forderte der Täter die Kunden auf, sich auf den Boden zu legen. Mehrere 10 000 Euro erbeuteten die beiden bei diesem Überfall. Nach Angaben der Polizei nutzte der Mann die Beute, um seine Schulden zu bezahlen. Ein Teil des Geldes soll auch in die rumänische Heimat seiner Komplizin geflossen sein.

Der mutmaßliche Täter ist der Polizei bereits bekannt

Derzeit wird von der Polizei noch geprüft, ob der 42-Jährige auch für einen Überfall auf eine Sparkasse in Hille-Hartum am 2. Dezember 2010 verantwortlich ist. Dafür spräche, dass der Bankräuber auch in diesem Fall eine Gummimaske und eine Sonnenbrille trug.

Auf die Spur der Beiden kam die Polizei über mehrere Wege: Zum einen trug der Täter in beiden Fällen eine Gummimaske, Perücke und Sonnenbrille, zum anderen stimmte das Kaliber der Waffe überein. Als sich weitere Zeugen meldeten, zog sich die Schlinge zu. Ein angemietetes Haus in Hille diente dem Paar als Unterkunft.

Bei einer Fahrt nach Düsseldorf griff das Sondereinsatzkommando zu. Zwar verweigerten die mutmaßlichen Täter die Aussage, die Richterin erließ aber Haftbefehl. „Der Mann muss als gefährlich eingestuft werden“, so die zuständige Bielefelder Staatsanwältin Stefanie Dakers.

Laut Polizeisprecher Dietmar Trust handelt es sich bei dem Sprockhöveler um einen polizeibekannten Mann, der zwar in Sprockhövel gemeldet sei und dort familiäre Beziehungen habe, sich aber schon länger nicht mehr in der Stadt aufgehalten habe.

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