Beamte geben Tipps, um sich vor Einbrechern zu schützen.

Sicherheit
So weit muss es nicht kommen: Wer einige Hinweise der Polizei beachtet, kann einen Einbruch vermeiden.

So weit muss es nicht kommen: Wer einige Hinweise der Polizei beachtet, kann einen Einbruch vermeiden.

dpa

So weit muss es nicht kommen: Wer einige Hinweise der Polizei beachtet, kann einen Einbruch vermeiden.

Sprockhövel. Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt alljährlich auch die Zahl der Einbrüche (s. Infokasten). Vor dem Hintergrund, dass es in Sprockhövel im Vergleich zum Vorjahr ohnehin eine erhöhte Zahl an Einbrüchen gegeben hat, mahnt die Polizei in diesen Tagen zu besonderer Vorsicht und gibt Tipps, wie man sein Heim schützen kann.

Schwerer als der materielle Schaden wiegt oft der ideelle Schaden

Eine Erfahrung der Kriminalpolizisten zeigt, dass es oftmals nicht der materielle Schaden ist, der Einbruchsopfern zu schaffen macht. Häufig bleiben nach der Tat neben dem Verlust von unersetzbaren Erinnerungsstücken auch Unsicherheit und Ängste zurück. Im schlimmsten Fall führen sie dazu, dass die Einbruchsopfer in eine andere Wohnung ziehen müssen. „Die eigenen vier Wände sollen aber eine Sicherheitszone bleiben”, betonte Landrat Arnim Brux im Rahmen einer Pressekonferenz, in der die Polizei die Aktion „Riegel vor! Sicher ist sicherer.” vorstellte.

Beobachtungen sollten der Polizei ohne Zögern mitgeteilt werden

Einig sind sich die Spezialisten darin, dass jeder vorbeugend etwas für die eigene Sicherheit tun kann. „Wir arbeiten daran, dass die Zahl der Taten, bei denen es bei einem erfolglosen Versuch bleibt, zunimmt”, sagt Klaus Weber, Dezernent für Kriminalitätsangelegenheiten bei der Kreispolizeibehörde. Dazu kann Peter Beckmann von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle eine ganze Reihe von Ratschlägen geben. Dabei bilden sicherheitsbewusstes Verhalten und mechanische Sicherungstechnik die Säulen des Erfolgs. „Man sollte immer aufmerksam sein und auf verdächtiges Verhalten in seiner Umgebung achten. Und wer etwas beobachtet, sollte ohne zu zögern die Polizei informieren”, rät der Experte.

Auch bei Abwesenheit sollte das Haus bewohnt erscheinen

Hinzu komme ein sicherheitsbewusstes Verhalten in der eigenen Wohnung. „Haus- und Wohnungstüren müssen auch dann immer richtig abgeschlossen werden, wenn man die Wohnung nur kurz verlässt“, rät die Polizei. Zudem hätten Fenster in Kippstellung für erfahrene Täter den gleichen Wert wie ein offenes Fenster und sollten deshalb – auch in den oberen Etagen – geschlossen werden. Zudem raten die Experten davon ab, draußen irgendwo einen Schlüssel zu verstecken, um sich bei unfreiwilligem Aussperren helfen zu können. „Einbrecher kennen jedes Versteck.“ Bei längerer Abwesenheit sollten Wohnung oder Haus bewohnt erscheinen. „Lassen Sie durch Personen Ihres Vertrauens den Briefkasten leeren, Rollläden betätigen und die Beleuchtung, auch mit Hilfe von Schaltuhren, ein- und ausschalten.“ Auch könnte neben dem richtigen Verhalten klug eingesetzte Sicherheitstechnik dazu führen, dass ein Einbruchsversuch misslingt. Auch dazu gibt es in der polizeilichen Beratungsstelle viele wertvolle Ratschläge.

Einbrecher haben zwischen Mittwoch, 20 Uhr, und Donnerstag, 13 Uhr, das Jugendzentrum an der Eickerstraße aufgesucht. Die Täter stahlen einen Beamer sowie eine Spielekonsole samt Zubehör.

Weniger erfolgreich waren Unbekannte, die am Donnerstag zwischen 16.30 und 18.45 Uhr versucht haben, in ein Einfamilienhaus an der Straße An der Pfannenschmiede, einzubrechen. Obwohl die Täter drei Fenster aufhebelten oder einschlugen, gelang es ihnen nicht, ins Innere des Hauses zu gelangen. Hinweise zu beiden Einbrüchen werden von der Polizei unter 02324 9166 6000 entgegengenommen.

Die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle des Kommissariats Vorbeugung befindet sich in der Hauptsstraße 108 in Schwelm. Für einen Besuch ist eine telefonischer Voranmeldung bei Peter Beckmann unter der Rufnummer 0 23 36 / 91 66 - 29 52 oder über die Zentrale 0 23 36 / 91 66 - 0 erforderlich.

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