Der Hobbyläufer ist in Vorbereitung für den Ruhrtalweg ab dem 6. Juni.

Sprockhövel
Peter Draheim ist Läufer aus Leidenschaft und engagiert sich fürs Kinderhospiz.

Peter Draheim ist Läufer aus Leidenschaft und engagiert sich fürs Kinderhospiz.

Stefan Fries

Peter Draheim ist Läufer aus Leidenschaft und engagiert sich fürs Kinderhospiz.

Sprockhövel. „Jetzt sind es nur noch drei Wochen“, sagt Peter Draheim, im Zivilberuf Betriebsleiter bei der Westfälischen Kunststoff-Technik in Sprockhövel. In drei Wochen, genauer gesagt am 6.6. um 6 Uhr morgens macht sich der drahtige 47jährige nämlich auf den Weg, um 230 Kilometer non-stop in insgesamt sieben Etappen mit jeweils dreißigminütigen Ruhe- und Esspausen zurückzulegen. Von der Ruhrquelle in Winterberg bis zur Mündung in Duisburg will Peter Draheim den gesamten Ruhrtalweg laufen und möchte am nächsten Tag um cirka 18 Uhr ankommen.

Eine seiner Trainingsstrecken: die Sprockhöveler Trasse, auf der er auch schon so manchen Kilometer herunter gespult hat. Sinn der unglaublichen Schinderei: „Es ist ein Spendenlauf zugunsten des Kinderhospizes im Wuppertaler Burgholz. Und um wirklich entsprechendes Aufsehen zu erregen, muss da schon eine Zwei bei den Kilometern vorne stehen“, sagt der passioniert, aber keineswegs fanatisch wirkende Ultra-Läufer, für den die Marathon-Strecke eher etwas zum „Warmlaufen“ ist.

Draheim: „An Aufgeben denke ich überhaupt nicht“

Seine bisher größte Anstrengung war der „Salamon-Zugspitze Ultra“, der zwar „nur“ über 100 Kilometer führte, es dafür aber mit 5800 Höhenmetern über Stock und Stein, davon sicher sieben Stunden im Dunkeln mit Stirnlampe, in sich hatte. 22 Stunden hatte der Athlet vor einem Jahr dafür gebraucht. Diesmal ist das Gelände weitgehend eben, was nicht nur seine Mitläufer sondern auch die Freunde zu schätzen wissen, die ihn auf dem Fahrrad begleiten.

Wer wo mitläuft beziehungsweise fährt, das hat Draheim im Vorfeld generalstabsmäßig festgelegt, und sicher ist auch, dass Ehefrau Astrid („Ohne sie würde ich das alles gar nicht schaffen“) die jeweiligen Etappenziele per PKW ansteuert und ihn dann mit fester Nahrung versorg, ehe sie ihn mit neuer Begleitung auf die nächste Teilstrecke schickt. Sollte es gesundheitliche Probleme geben, steht für Notfälle auch ein Physio-Therapeut bereit.

Die härteste Etappe sicher die vierte, wenn es von 23 Uhr am Abend des 6. Juni bis 5.30 Uhr am 7. Juni durch die Nacht geht.

„An Aufgeben denke ich überhaupt nicht“, so der Lauf-Ultra. Da beschäftigen ihn eher die Spenden. „Bis zum 11. Mai sind auf dem Konto des Kinderhospizes Burgholz schon 1655 Euro eingegangen, und ich bin sicher, dass noch einiges dazu kommt. Storopack in Metzingen will für jeden Kilometer fünf Euro spenden, und die Barmer GEK hat auch schon zugesagt“, freut sich Peter Draheim und trabt noch ein wenig über die Sprockhöveler Trasse.

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