In der Freiwillingenbörse wurden Vorschläge gesammelt. Karin Hockamp schlug den Namen Kohlentreiber-Trasse vor.

Am 14. Februar findet auf der Alten Trasse ein Vor-Ort-Termin statt. Dort können weitere Vorschläge gemacht werden.
Am 14. Februar findet auf der Alten Trasse ein Vor-Ort-Termin statt. Dort können weitere Vorschläge gemacht werden.

Am 14. Februar findet auf der Alten Trasse ein Vor-Ort-Termin statt. Dort können weitere Vorschläge gemacht werden.

Andreas Fischer

Am 14. Februar findet auf der Alten Trasse ein Vor-Ort-Termin statt. Dort können weitere Vorschläge gemacht werden.

Niedersprockhövel. „Neue Ideen für die Alte Trasse“ – das Motto eines Informationsabends in der Freiwilligenbörse. Beate Prochnow (Stadtmarketing) und Karin Hockamp (Lokale Agenda 21 Sprockhövel) moderierten die Veranstaltung. Ein Thema, das einige Interessierte anlockte: Das Sprockhöveler Teilstück – zugänglich unter anderem von der Bahnhofstraße in Niedersprockhövel – soll so attraktiv wie möglich gestalten werden. Im Februar will man dafür Fördermittel von der EU beantragen.

Für die Umsetzung wurden Arbeitsgruppen gebildet

„Ich bin rund 20 Kilometer auf der Trasse gewandert und war natürlich beeindruckt von der landschaftlichen Schönheit“, sagte Beate Prochnow. Sie fügt jedoch auch hinzu: „Aber darüber hinaus gibt es da nicht viel zu sehen.“

Anregungen, wie der geschotterte frühere Schienenweg mit optischen Aufhellern bestückt werden könnte, bekam Beate Prochnow unter anderem von der Wuppertal-Bewegung, die die Nordbahn-Trasse zu einem Leuchtturm-Projekt gemacht hat. Auch von den Solinger Kollegen mit ihrer Korkenzieher-Trasse und aus dem hessischen Spangenberg gab es Tipps. „Auf diese Erfahrungen kann man sich stützen und auch früher gemachte Fehler vermeiden“, sagte Prochnow.

Die Anwesenden hatten auch zahlreiche Ideen mitgebracht: Objekte von Sprockhöveler Künstlern am Wegesrand, Spiel- und Sportgeräte, Gastronomie, Beleuchtung, Ruhebänke, Automaten, Behälter für Hundekot.

Karin Hockamp hatte etliche dieser Vorschläge schon geahnt. Deshalb brachte sie gleich Blätter für entsprechende Arbeitsgruppen mit. In die trugen sich die meisten Besucher ein – einige sogar mehrfach.

„Auf diese Erfahrungen kann man sich stützen und auch früher gemachte Fehler vermeiden.“
Beate Prochnow, Stadtmarketing, über Trassen-Projekte in den Nachbarstädten

Die Trasse „Von Ruhr zur Ruhr“ umfasst zwei frühere, zwischenzeitlich still gelegte Bahnlinien und hat seit Öffnung des Tunnels Schee auch einen Zugang zur Wuppertaler Nordbahn-Trasse, die durchgehend asphaltiert und neben Fußgängern und Radfahrern auch für Online-Skater, Kinderwagen und Rollstühle benutzbar ist. Ähnliches erhoffen sich die Sprockhöveler auch für die „Alte Trasse“.

Zu den Wuppertaler Positivbeispielen gehörten die Trassen-Paten, von denen sich jeder für einen Abschnitt verantwortlich fühlt. „Das müssen nicht nur Einzelne sein, sondern diese Aufgaben könnten auch von Vereinen oder Firmen übernommen werden“, wurde in die lebhafte Diskussion eingeworfen.

Der Weg könnte mittels einer Kaffeetafel vorgestellt werden

Von Sprockhövels Bürgermeister Ulli Winkelmann stammt laut Prochnow die Anregung, den beliebten Rad- und Wanderweg im Sommer mittels einer Kaffeetafel, analog zum Wuppertaler Langen Tisch, der Bevölkerung vorzustellen.

Da jedes Kind auch einen Namen braucht, fand Karin Hockamps Schöpfung „Kohlentreiber-Trasse“ – in Erinnerung an eine alte Sprockhöveler Tradition – allgemeine Zustimmung.

Als Vor-Ort-Termin hat man den 14. Februar 10 Uhr vorgesehen. Dann soll vom Gedulderweg aus das Sprockhöveler Teilstück in Augenschein genommen werden. Der Termin ist für jeden offen: Wer Ideen beisteuern möchte, kann vorbei kommen.

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