Im Juni soll Herzkamp an die VDSL-Versorgung angeschlossen sein.

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Die Arbeit zahlt sich aus: Marcus Berghaus von der Bürgergemeinschaft setzt sich für schnelles Internet in Herzkamp ein.

Die Arbeit zahlt sich aus: Marcus Berghaus von der Bürgergemeinschaft setzt sich für schnelles Internet in Herzkamp ein.

G. Bartsch

Die Arbeit zahlt sich aus: Marcus Berghaus von der Bürgergemeinschaft setzt sich für schnelles Internet in Herzkamp ein.

Herzkamp. Die schnelle Internet-Verbindung für Herzkamp soll bald Realität sein. Die Planungsphase sei abgeschlossen, berichtet Marcus Berghaus von der Bürgergemeinschaft, die den Ausbau voran getrieben hat. „Die Zusage von der Telekom steht“, sagt Bürgermeister Ulli Winkelmann. „Im Juni soll es soweit sein, die Bauarbeiten haben schon begonnen. Das ist richtig sportlich.“

Damit würde im Juni ein langer Kampf um die bessere Internet-Verbindung erfolgreich zu Ende gehen. Profitieren werden am Ende nicht nur die Herzkamper, sondern auch andere Teile Sprockhövels. „Wenn es in Herzkamp klappt, dann zieht es weitere Kreise“, ist sich Winkelmann sicher. Auch Teile von Hiddinghausen, Obersprockhövel und Schee seien schließlich unterversorgt. Nach einer Bürgerbefragungsoll dort nun nach dem bewährten Muster vorgegangen werden.

Auf Initiative der Bürgergemeinschaft wurden Vorverträge mit den Bewohnern Herzkamps geschlossen, die sich für eine schnelle Internetverbindung entschieden hatten. Mit Unterstützung der Politik gelang es, die Telekom zu überzeugen, das kleine Herzkamp mit seinen knapp 1000 Bewohnern an die VDSL-Versorgung anzuschließen – wenn nur genügend Vorverträge abgeschlossen würden.

Es begann eine Zeit des Klinken putzens – und des Hoffens. Zunächst verlangte der Netzbetreiber 358 Verträge. Das stellte sich aber bald als illusorisch heraus, weil in Mehrfamilienhäusern oft nur ein einzelner Internetanschluss vorhanden war. Es folgten weitere Verhandlungen zwischen der Bürgergemeinschaft Herzkamp und dem Telekommunikations-Giganten.

Der ließ sich schließlich überzeugen und ging mit der erforderlichen Anzahl der Vorverträge nach unten. Dennoch wurde es zu einem engen Rennen. Die Abgabefrist im August vergangenen Jahres rückte immer näher, zudem bekamen einige der Unterzeichner kalte Füße und zogen ihre Zusage zurück. Auf den letzten Drücker wurde der Vertrag unter Dach und Fach gebracht.

„Wir sind heilfroh, dass die Bürgergemeinschaft nicht aufgegeben hat“, sagt Winkelmann. „Das ist ein klarer Standortvorteil für uns“, sagt der Bürgermeister und lobt den Einsatz der Bürgergemeinschaft. Voraussichtlich im Mai wollen Bürgergemeinschaft und Telekom zu einer gemeinsamen Infoveranstaltung laden.

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