Die Wehren kommen bei größeren Bränden aus den Nachbarstädten und helfen sich gegenseitig.

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Der Brand an der Gewerbestraße im Mai 2012 hat die Feuerwehr lange in Atem gehalten.

Der Brand an der Gewerbestraße im Mai 2012 hat die Feuerwehr lange in Atem gehalten.

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Der Brand an der Gewerbestraße im Mai 2012 hat die Feuerwehr lange in Atem gehalten.

Sprockhövel. Ein spezieller Betrag für Feuerwehrangelegenheiten ließ zum Jahresende noch einmal aufhorchen. Dieser musste vom Rat der Stadt im Dezember als Mehraufwendung genehmigt werden. 24 990 Euro mehr als ursprünglich für das Jahr geplant waren gemäß der Beschlussvorlage der Verwaltung für die Brandbekämpfung in der Stadt aufgewendet worden.

Wie Kämmerer Rainer Kaschel erklärte, wurden die zusätzlichen Kosten größtenteils durch das Feuer in einem Unternehmen in der Gewerbe-straße im Mai verursacht (die WZ berichtete).

Die Sprockhöveler Feuerwehr war fast 24 Stunden im Einsatz

Dort hatten an einem Wochenende Metallspäne gebrannt, die nur sehr schwer zu löschen waren. Für die Bekämpfung des Feuers mussten auch aus anderen Städten Sonderlöschmittel herangeschafft werden. Zudem half das Technische Hilfswerk unter anderem mit einem Radlader bei der Bewältigung des Schadensereignisses.

Benachbarte Feuerwehren übernahmen zeitweise den Schutz der Bürger in Sprockhövel, da deren eigene Feuerwehrleute wegen des schweren Brandes fast 24 Stunden im Einsatz waren. Die entstandenen Kosten mussten natürlich ersetzt werden. Insgesamt ein Betrag von rund 36 000 Euro, von dem nur ein Teil die Versicherung übernahm.

Bei der Nachbarschaftshilfe handelt es sich um ein ausgeklügeltes System

Nur wenige Tage später verursachte ein Blitzeinschlag in ein Wohnhaus einen weiteren längeren Einsatz der Sprockhöveler Brandschützer, währenddessen dann ein Feueralarm aus einem Seniorenheim einging. Hier eilten zunächst Feuerwehrleute aus der Nachbarschaft zum Einsatzort, wo sich aber schnell herausstellte, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Diese beiden Großeinsätze in nur kurzer Folge werfen die Frage auf, ob die Hilfe aus der Nachbarschaft eher zufällig funktioniert oder etwa für den Notfall organisiert ist.

Das Stadtgebiet von Sprockhövel ist bei der Feuerwehr in drei große Bereiche aufgeteilt. Der erste Bereich umfasst die Stadtbezirke Hiddinghausen, Haßlinghausen und Schmiedestraße. Den zweiten Löschbereich bilden die Feuerwehrstandorte Ober- und Niedersprockhövel. Der Löschzug Gennebreck betreut den dritten Bereich und ist damit für die Bezirke Herzkamp und Horath zuständig.

Wie Feuerwehrsprecher Arno Peters erläutert, handelt es sich tatsächlich um ein ausgeklügeltes System der Nachbarschaftshilfe. „Die überörtliche Hilfe ist mit den Nachbarfeuerwehren vereinbart”, sagt Peters.

Wichtig ist, dass auch im Notfall alle Bereiche abgedeckt bleiben

Für den Fall, dass alle verfügbaren Einsatzkräfte der Feuerwehr Sprockhövel bereits im Einsatz sind und ein weiterer Notfall eintritt, kommt sofort Hilfe aus den Nachbarstädten. Dabei wird besonders darauf geachtet, dass auch dort die Einsatzbereitschaft im eigenen Wachbereich erhalten bleibt.

So stellt zum Beispiel die Feuerwehr Gevelsberg von ihrem Standort Silschede aus Hilfe für Haßlinghausen zur Verfügung. Für den Bereich Herzkamp steht die Feuerwehr Elfringhausen bereit. Im Bereich Gennebreck/Horath helfen notfalls Feuerwehrkräfte aus Wuppertal, und der Standort in Niedersprockhövel wird bei längerer Abwesenheit von Feuerwehrleuten aus Hattingen besetzt.

Gewissermaßen im Gegenzug helfen dafür Feuerwehrleute aus Niedersprockhövel in Hattingen, aus Haßlinghausen in Gevelsberg und aus Gennebreck in Schwelm aus, wenn Not am Mann ist. So ist in jedem Fall sichergestellt, dass die Bürger der verschiedenen Städte auch dann nicht ohne Hilfe dastehen, wenn im Notfall mehrere Großeinsätze die Feuerwehren der Städte beschäftigen.

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