Spenden für Instrumente reichen auch fürs nächste Jahr. Ändert sich die Arbeit an der Musikschule auf Sicht?

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Musikschulleiterin Annegret Theis strahlt: Die Finanzierung der Jeki-Instrumente steht auch fürs nächste Jahr.

Musikschulleiterin Annegret Theis strahlt: Die Finanzierung der Jeki-Instrumente steht auch fürs nächste Jahr.

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Musikschulleiterin Annegret Theis strahlt: Die Finanzierung der Jeki-Instrumente steht auch fürs nächste Jahr.

Sprockhövel. Manchmal können "Fehlkalkulationen" auch erfreulich sein. Mit bis zu 25.000 Euro Spendenbedarf für die Instrumente rechnete Musikschulleiterin Annegret Theis für das im Sommer beginnende erste Instrumentaljahr des Grundschulprojekts Jedem Kind ein Instrument (Jeki). 26.300 Euro sind zusammengekommen, doch nur 7500 werden tatsächlich benötigt.

"Das reicht auch mindestens noch für das nächste Jahr", gab Theis freudig im Kulturausschuss bekannt. Weil "nur" 93 von 161 Kindern aus dem verpflichtenden ersten Jeki-Jahrgang auch mit Instrumentalunterricht weitermachen (vom Jeki-Landesbüro waren 90 Prozent als Kalkulationsgrundlage genannt), sie "günstige Instrumente" gewählt haben und das Ausschreibungsergebnis für die Instrumente unerwartet niedrig lag, sei es zu dem erfreulichen Ergebnis von rund 15.000 Euro gekommen. Wie berichtet verdoppelt das Jeki-Landesbüro die Spendengelder.

Inwieweit sich die Arbeit der Musikschule durch den Schwerpunkt Jeki in den nächsten Jahren verändern werde, ob etwa die musikalische Früherziehung und andere Angebote dadurch weniger nachgefragt sein werden, bleibe abzuwarten, sagte Theis.

Noch sei kein Rückgang zu verzeichnen. Mit 645 Schülern lag die Zahl im April 2008 leicht über der der Vorjahre, dabei haben die Jahreswochenstunden, die die 20 festangestellten Lehrer geben, leicht abgenommen. Auch eine Folge der Bemühung, verstärkt auf Zweier- statt Einzelunterricht (noch 33 Prozent) zu setzen, weil das kostendeckender ist.

Das hat auch die Gemeindeprüfungsanstalt gefordert, die Stadtverwaltungen auf ihre Kosten-Effizienz hin durchleuchtet. Mit 12,52 Euro Zuschussbedarf pro Einwohner ermittelte die GPA für die Musikschule Sprockhövel den höchsten Wert im Städtevergleich.

Nach Schülerwunsch werden für Sommer angeschafft: 45 Gitarren, 21 Digital-Pianos, 11 Geigen, 8 Querflöten und 8 Blockflöten.

Im neuen Schuljahr steigt die Grundschule Gennebreck bei Jeki ein. An der Grundschule Hobeuken wird über eine Beteiligung in Kürze entschieden. Dann wären alle fünf Sprockhöveler Grundschulen dabei.

Sie empfiehlt eine Gebührenanhebung (könnte 2010 diskutiert werden) sowie den verstärkten Einsatz von Honorarkräften.Die sind allerdings - auch aufgrund des landesweit laufenden Projekts Jeki - nur schwer zu bekommen, sagt Theis. Erst in einem Fall hätten die Bemühungen jetzt zum Erfolg geführt.

Die vorhandenen Lehrer sind derzeit voll ausgelastet, zumal es die Anweisung gibt, Stundenkontingente (bis auf Jeki) nicht auszuweiten. Theis: Nicht alle interessierten Schüler können einen Platz erhalten."

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