Ingo Hoffmann zeigt vier Skulpturen in der Sparkasse Niedersprockhövel.

Ingo Hoffmann möchte mit seinen Skulpturen alle Sinne ansprechen. Sie sind in der Sparkasse Sprockhövel zu sehen.
Ingo Hoffmann möchte mit seinen Skulpturen alle Sinne ansprechen. Sie sind in der Sparkasse Sprockhövel zu sehen.

Ingo Hoffmann möchte mit seinen Skulpturen alle Sinne ansprechen. Sie sind in der Sparkasse Sprockhövel zu sehen.

Anna Schwartz

Ingo Hoffmann möchte mit seinen Skulpturen alle Sinne ansprechen. Sie sind in der Sparkasse Sprockhövel zu sehen.

Sprockhövel. Die Ausstellungen von Ingo Hoffmann im vergangenen Jahr bei den Kunstmärkten in der Sprockhöveler Glückaufhalle und am Hof Kershagen haben bei vielen Besuchern Interesse geweckt. Jetzt sind seine Skulpturen auch in der Sparkasse Niedersprockhövel zu sehen. Die vier aus zwei Materialien bestehenden Arbeiten wirken wie Industrieobjekte. Jedoch sind sie ohne funktionale Bedeutung und sparsam mit architektonischen Strukturen gestaltet.

Die Titel der Objekte sprechen die Fantasie des Betrachters an

„Die ausgesparten Dreiecke und Rechtecke lassen ein wunderbares Flammenspiel zu, wenn man im Objekt eine Kerze platziert“, sagt Hoffmann und ergänzt: „Ich mag den Kontrast zwischen dem harten Stahl und dem weichen Holz.“

Die Titel der Objekte lassen viel Spielraum für die Fantasie des Betrachters: So hat der Künstler in der Arbeit „Initiale“, aus schwungvollem Stahl und Holzelementen entstanden, seine Initialen mehrfach verarbeitet. „Kontext mit 3“, bei der eine sich öffnende Spirale drei geformte Stäbe vereint, ist ebenso inspirierend wie „Alle Sinne“: „Hier habe ich alle Sinnesorgane aus Stahl geformt, während Bodenplatte und Seitenteile den Körper darstellen“, so Hoffmann.

Geboren und aufgewachsen in Gladbeck, ist Hoffmann nach eigenem Bekunden ein echter Ruhrpottler. Er studierte Architektur in Münster, weshalb ihm das Skizzieren und proportionale Ausschnitte auch leicht fallen. Seit mehr als 30 Jahren lebt er in Sprockhövel. „Als Jugendlicher, so mit 15 Jahren, habe ich gerne abstrakt gemalt, weil ich nicht wollte, dass man erkennt, was da zu sehen war“, lacht Hoffmann.

Vor seinem Studium absolvierte er eine Bauzeichner-Ausbildung, die auch später die Basis für seine Skulpturen bildete. Nach einem Schweißkurs ging es dann 2009 an die Verwirklichung: er tummelte sich auf Schrottplätzen herum und fand dort das Material, das er für seine Arbeiten benötigte.

So entstanden in den vergangenen zwei Jahren neben den Ausstellungsstücken weitere Objekte, denen sich der 64-Jährige nun in aller Muße widmen kann. „Ich hab Rundungen und Ecken und im Rundumblick soll es bei alllem Minimalismus harmonisch sein“, so der Anspruch des Künstlers.

Auch Sparkassen-Vorstand Christoph Terkuhlen freut sich über die Ausstellung in seinem Haus: „Es ist eine schöne Bereicherung, wenn ein Künstler aus Sprockhövel für Sprockhövel Kunst macht.“

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