Disko trotz neuer Regeln nach Wiedereröffnung gut besucht.

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Die Kleinbeck 2 ist wieder geöffnet. Die Resonanz ist bisher gut.

Die Kleinbeck 2 ist wieder geöffnet. Die Resonanz ist bisher gut.

Die Kleinbeck 2 ist wieder geöffnet. Die Resonanz ist bisher gut.

Obersprockhövel. Samstagabend: Musik liegt in der Luft, die Türen der Diskothek Kleinbeck 2 sind weit geöffnet. Vor dem Eingang steht eine lange Schlange Jugendlicher, die alle auf den Einlass warten. Eine Woche ist es her, dass Sprockhövels Diskothek wie berichtet nach wochenlanger Schließung erstmalig wieder die Pforten öffnen durfte.

Mit neuen Regeln und Verschärfungen bei der Alkoholausgabe möchte Clubinhaber Oliver Nickel ein Zeichen setzen: "Wir wollen das hier machen - und wir wollen es vernünftig machen." Spirituosen gibt es erst ab 24 Uhr, wer 18 Jahre alt ist, trägt ein bunt-leuchtendes Band, Erziehungsberechtigtenscheine werden nicht mehr akzeptiert. "Das ist die einzige Möglichkeit den Alkoholkonsum auch bei Minderjährigen zu kontrollieren. So kann bis Mitternacht niemand hochprozentige Getränke bekommen", erklärte Club-Betreiber Nickel.

Außerdem sei es immer schwierig gewesen, auch nach 24Uhr alle unter 18-jährigen aus dem Laden zu fischen. Das soll Dank der eng anliegenden Leucht-Armbänder in Zukunft besser klappen.

Trotz der strengen Auflagen, die laut Nickel über das gesetzlich Vorgeschriebene hinausgehen, herrscht in der Diskothek gute Stimmung. Es wird getanzt, mitgesungen und gelacht. Ein Blick nach draußen verrät, dass es auch heute wieder voll werden wird.

"Natürlich müssen wir die Entwicklung abwarten, aber bisher ist die Resonanz sehr gut", sagt Oliver Nickel. Bei der Neueröffnung am Osterwochenende besuchten rund 400 Jugendliche die Stamm-Diskothek. Auch in Zukunft rechnet Nickel mit bis zu 300 Gästen pro Samstag.

K2-Besucher Eric Teichmüller (18) nimmt es gelassen: "Es ist schon schade, dass ich jetzt nicht mehr alles trinken kann. Dafür gibt es aber nicht mehr diese Komatrinker. Ich habe eh nie verstanden, warum man weggeht, um total die Besinnung zu verlieren."

Auch Mike van der Neut (22) gab sich mit Bier und Sekt zufrieden: "Die neuen Regelungen sind schon vernünftig. Ich verzichte lieber auf eine Malibu Cola, als dass der Laden geschlossen wird." So durchzog ein unumstrittenes Argument die Meinungen am Abend: Auch ohne Alkohol kann gefeiert werden - das K2 bleibt Treffpunkt Nummer Eins.

Vom Ordnungsamt angekündigte Kontrollen gab es an den ersten beiden Wochenenden noch nicht. Vermutlich heute will der Verwaltungsvorstand entscheiden, ob die Stadt Einspruch gegen die Gerichtsentscheidung zur Aussetzung der Schließungsverfügung erhebt.

Ordnungsamtsleiter Thomas Mai geht allerdings nicht davon aus. "Die Stellungnahme des Gerichts war zu eindeutig." Wie berichtet, sieht es die Maßnahme als zu einschneidend an, zumal vorher keine Auflagen gemacht wurden.

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