Vielfältig wie nie war das Programm in der bestens gefüllten Zwiebelturmkirche. Erstmals wirkten auch Erstklässler mit.

wza_1500x1004_594463.jpeg
Das Streicherensemble der Musikschule sorgte für einen der Konzerthöhepunkte.

Das Streicherensemble der Musikschule sorgte für einen der Konzerthöhepunkte.

Gerhard Bartsch

Das Streicherensemble der Musikschule sorgte für einen der Konzerthöhepunkte.

Sprockhövel. Am Sonntag erstrahlte die evangelische Kirche in Niedersprockhövel besonders hell. Die Musikschule Sprockhövel spielte ihr alljährliches Konzert zur Weihnachtszeit. Doch diesmal waren die Musiker nicht allein. Unterstützung gab es von rund 70 Schülern des ersten Schuljahres der Grundschulen Nord und Börgersbruch, die am Projekt "Jedem Kind ein Instrument" (Jeki) teilnehmen.

Sie zeigten mit ihrem "Weihnachtsmärchen von den verlorenen Geschenken", dass das gemeinsame Singen schon gut klappt. Nach klassischen Tönen vom Akkordeonorchester der Musikschule, einem Stück des Weihnachtsoratoriums von Bach, gespielt von Querflöten und Cello, und Liedern des Klarinettentrios, war es soweit.

Die Kirche glich für einige Minuten einem Ameisenhaufen. Doch Annegret Theis, Leiterin des Kirchenchors der Musikschule, die auch mit den Jeki-Kindern probte, behielt den Überblick und wies den quirligen Erstklässlern ihre Plätze auf der Bühne zu.

Nicht nur auf die Bühne hätten kaum mehr Kinder gepasst, auch in der Kirche gab es nicht einen freien Platz mehr. Familien und Freunde der kleinen Musiker wollten sich deren großen Auftritt nicht entgehen lassen. Fast schien es, als seien die Eltern aufgeregter als ihre Kinder.

Begleitet von Annegret Theis am Keyboard, dem Erzähler des Märchens Franz-Josef Hofer und dem Akkordeonspielkreis der Musikschule Sprockhövel trugen die Kleinen voller Elan ihre Lieder vor und sorgten für erste Vorweihnachtsstimmung.

Diesen Faden nahmen anschließend die vielen Ensembles der Musikschule auf und boten eine beachtliche musikalische Qualität. Insgesamt zeigte sich das Programm als facettenreiches Potpourri mal klassisch, mal alt bewährt und manchmal fröhlich überraschend mit Weihnachtsliedern aus aller Welt und mittendrin das Weihnachtsmärchen, das beim Publikum für Begeisterung sorgte.

"Ich gehe schon seit Jahren zum Adventskonzert weil es mir so gut gefällt, aber diesmal ist es besonders abwechslungsreich", schwärmte Zuhörerin Marie Fried.

Geprobt wurde für das gemeinsame Konzert seit den Sommerferien, allerdings nur einmal gemeinsam. "Daher war ich heute besonders gespannt, ob alles klappt", gestand Annegret Theis am Ende. Die Sorge war unbegründet.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer