In wenigen Tagen steht die Schülerzahl fest, doch es muss extra Lehrpersonal eingestellt werden.

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Aus anderen Städten weiß man: Die meisten, die in ihrer Schule mit Jeki begonnen haben, musizieren nach dem Projekt freiwillig weiter.

Aus anderen Städten weiß man: Die meisten, die in ihrer Schule mit Jeki begonnen haben, musizieren nach dem Projekt freiwillig weiter.

Gerhard Bartsch

Aus anderen Städten weiß man: Die meisten, die in ihrer Schule mit Jeki begonnen haben, musizieren nach dem Projekt freiwillig weiter.

Sprockhövel. Jeki - "Jedem Kind ein Instrument" geht nun in eine neue Phase: Nachdem die 161 Erstklässler der Grundschulen Bürgersbruch, Haßlinghausen und Nord im vergangenen Halbjahr die Instrumente kennengelernt hatten, mussten sich die Schüler nun entscheiden, ob sie weitermachen und auf welchem Instrument sie spielen wollen. "Die Anmeldefristen laufen Ende dieser Woche ab", erklärt Musikschulleiterin Annegret Theis.

Für Jeki müssen noch Musiklehrer eingestellt werden

Von dieser Entscheidung hängen nicht nur die Leihinstrumente ab, die besorgt werden müssen -anhand der Instrumentenwünsche richtet sich schließlich auch die Zahl der Musiklehrer, die dem Projekt derzeit noch fehlen. "Wir werden auf jeden Fall noch Lehrpersonal einstellen müssen", sagt Theis.

Zu den 20 Lehrern, die die Musikschule in Sprockhövel schon hat, wird stundenweise noch Lehrpersonal engagiert. "Beim Trompeten-Unterricht zum Beispiel sind wir völlig ausgebucht", sagt Theis. Die Schüler werden dann in Vierer- bis Achtergruppen unterrichtet. Der allgemeine Trend geht derzeit zur Gitarre, die WZ berichtete.

In Sprockhövel finanziert sich Jeki zur Hälfte aus Spenden von örtlichen Firmen, Vereinen und Privatleuten, die andere Hälfte muss die Stadt als Eigenanteil aufbringen. Von den für dieses Jahr benötigten 26 000 Euro wurden bisher 22 700 Euro gespendet. "Bis Mitte März müssen wir auch den Rest zusammen haben", sagt Theis, "aber wir sind ganz optimistisch, dass das noch klappt".

Aber auch danach müssen die Organisatoren weitere Spenden sammeln, denn die neuen Erstklässler im Sommer nehmen auch am Projekt Jeki teil. Damit das Motto "Jedem Kind ein Instrument" erfüllt wird, müssen für diese Kinder im zweiten Jahr und für den dritten Jahrgang Instrumente angeschafft werden. Die ersten Leihinstrumente werden erst nach drei Jahren wieder frei.

Für den 20. Juni ist ein großes Abschlusskonzert geplant. Alle 161 Schüler sowie der Kinderchor und der Kinderinstrumentalkurs der Musikschule führen gemeinsam ein Märchen auf. Das Konzert beginnt um 16 Uhr in der Sprockhöveler Glückaufhalle, Dresdener Straße 11.

Das erfolgreiche Projekt soll weiter ausgebaut werden: "In der Landesregierung ist eine Arbeitsgruppe gebildet worden, die bis April eine Vorlage erstellt, wie Jeki auf ganz NRW erweitert werden kann", erzählt Theis. Dieses Konzept soll dann auch die Lösung beinhalten, wie für das Projekt künftig genug Lehrer vorhanden sind. Der entsprechende Beschluss soll im kommenden Herbst abstimmungsreif sein.

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