Zum 40-jährigen Bestehen zeigte die Gemeinschaftsgrundschule eine außergewöhnliche Zirkusvorstellung.

Mit Schwung ging es durch die Manege.
Mit Schwung ging es durch die Manege.

Mit Schwung ging es durch die Manege.

Uwe Schinkel

Mit Schwung ging es durch die Manege.

Gennebreck. Die Aufregung der Kinder war förmlich greifbar. Schließlich präsentiert man sich nicht jeden Tag als Nachwuchs-Star im Zirkus. Dass 106 Schulkinder der Gemeinschaftsgrundschule Gennebreck in der Nachmittagsvorstellung am Freitag die Payazzo-Show maßgeblich bestimmt haben, ist einem Geburtstag zu verdanken.

Am 9. August 1968 wurde diese Grundschule eingeweiht - und aus Anlass des 40.Jubeltages überlegte sich der Förderverein, "Schule und Kindern etwas Besonderes zu schenken", wie Anne Geuenich aus dem Vorstand des Vereins sagte.

Wohlverdienter Applaus für kleine Akrobaten und große Turner

Zum einen gab es eine neue Reckanlage, die bereits in der vergangenen Woche auf dem oberen Schulhof eingeweiht wurde. Außerdem gab es am Abend ein großes Fest für die Erwachsenen. "Vor allem haben wir den Kindern den Zirkus ‚geschenkt’."

Dank der Hilfe vieler Sponsoren und Helfer war es möglich, dass einerseits Verwandte und Freunde zum kleinen Preis als Zuschauer dabei sein konnten und eben 106 Schulkinder im roten Rund der Manege ihr Können - jeder hatte nicht mehr als 45 Minuten Probezeit - vorführten. In enge Anzüge mit roten Applikationen gehüllt, eröffneten gut trainierte Mädchen und Jungen mit einer Luftakrobatik die von Hausherr Gino Frank moderierte Show.

Ohne Netz und doppelten Boden zeigten die Kleinen erste Hebefiguren, manche in modischen Chucks, andere auf vormals blütenweißen Söckchen. Zwischen spektakulären Turnnummern mit Flickflack und Handstand-Überschlag sorgte die Payazzo-Tochter Shalina zunächst mit einer Hula-Hoop-Nummer für gute Unterhaltung.

Applaus für jede Darbietung

Schüler aus Schee, Horath und Herzkamp waren die ersten, die im Schuljahr 1968/69 in die Schule Gennebreck eingeschult wurden. In dem neu errichteten Gebäude war erst eine achtklassige Volksschule untergebracht, sie wurde später in eine Grundschule umgewandelt.

Das böse Omen "Jonglage ist Blamage" galt nicht für die sieben Buben in feuerroten Hosen, die sich mit luftigen Tüchern bewarfen, ehe sie ihre Geschicklichkeit im Umgang mit gelben Filzkugeln präsentierten. Für Tierfreunde gab es eine kleine Taubenrevue.

Jeder Beitrag wurde stark beklatscht, und bei diesem Publikum war es selbstverständlich, dass vor allem die Übungen, an denen der eigene Nachwuchs beteiligt war, am frenetischsten bejubelt wurden. Und so bekamen die Echo-Clowns ebenso wie die Zauberer vom kleinen und die Magier vom großen Haus, letztere stilecht in Harry-Potter-Outfits, genau wie die kleinen Akrobaten und großen Turner ihren wohlverdienten Applaus an diesem außergewöhnlichen Nachmittag in der Manege.

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