Die Stadtteile verändern sich. Entgegen der Trends wachsen einige sogar.

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Grafik: Ilka Jaroch, Quelle: Stadt Sprockhövel

Grafik: Ilka Jaroch, Quelle: Stadt Sprockhövel

Grafik: Ilka Jaroch, Quelle: Stadt Sprockhövel

Sprockhövel. Zum Ende das Jahres hat der Statistikexperte im Rathaus, Uwe Kellner, eine neue Aufstellung der Einwohnerstatistik für 2011 erarbeitet, aus der auch sehr differenziert die Umzugsbewegungen hervorgehen.

Hier finden sich jetzt nicht nur die Zahl der Einwohner (25 666) und Zahlen von Geburten und Sterbefällen (siehe Grafik), sondern auch Informationen, wie viele Menschen aus welchen Nachbarstädten nach Sprockhövel gezogen sind oder wie viele Menschen aus Sprockhövel den EN-Kreis verlassen haben.

Innerhalb der Stadt gab es 2011 insgesamt 319 Umzüge

„Wenn wir ein paar Jahre lang diese Zahlen sammeln, werden wir einen guten Überblick über die Wanderungsbewegungen gewinnen”, sagt Uwe Kellner. Aber auch heute enthält die Statistik bereits bemerkenswerte Informationen. So gab es beispielsweise in Gennebreck und Hiddinghausen im Jahr 2011 gegen jeden Trend tatsächlich mehr Geburten als Sterbefälle.

Beide Ortsteile verzeichnen – gemeinsam mit Obersprockhövel – zudem auch in der Gesamtbilanz eine Zunahme der Einwohnerzahl, während diese in Haßlinghausen, Niedersprockhövel und Niederstüter wegen der höheren Zahl der Sterbefälle kleiner wurde.

Bei genauerem Hinsehen erkennt man zudem, dass es innerhalb der Stadt und mit dem Umland rege Umzugsaktivitäten gibt. So sind zum Beispiel im Jahr 2011 innerhalb Haßlinghausens 214 Menschen umgezogen, innerhalb von Niedersprockhövel waren es 271. Innerhalb der Stadt zogen zudem insgesamt 319 Menschen in einen anderen Ortsteil.

Insgesamt 517 Menschen zogen aus Sprockhövel in das übrigen Gebiet des EN-Kreises fort. 455 neue Einwohner kamen aus dem Kreisgebiet in die Stadt.

Dabei verlor Niedersprockhövel die meisten Einwohner, war zugleich aber auch beliebtestes Ziel für Umzugswillige. Jeweils 48 verließen den Ortsteil in Richtung Obersprockhövel und Niederstüter, 23 zogen nach Haßlinghausen, 13 nach Hiddinghausen und drei nach Gennebreck. 28 Menschen zogen von Hiddinghausen nach Haßlinghausen, in umgekehrter Richtung waren es 24.

30 Einwohner zogen von Niederstüter nach Niedersprockhövel, aus Obersprockhövel zogen 21 Menschen dorthin. Im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl zogen die wenigsten Einwohner aus Niedersprockhövel (5,4 Prozent) und Gennebreck (5,7 Prozent) fort. Aus Hiddinghausen zogen rund 8,2 Prozent der Einwohner weg.

Beliebteste Ziele von Menschen, die von Sprockhövel wegziehen, waren Hattingen (194), Wuppertal (165) und Gevelsberg (108). Im Gegenzug kamen aus Wuppertal (209), Hattingen (175) und Gevelsberg (129) auch die meisten Menschen nach Sprockhövel. Interessant am Rande: aus Ländern außerhalb Deutschlands zogen 91 Menschen nach Sprockhövel, während 62 auswanderten.

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