Die Bürgergemeinschaft hat Vorschläge an die Stadt erarbeitet. Sie fordert auf der Elberfelder Straße zusätzlich zwei Tempo-Anzeigen.

Die Bürgergemeinschaft hat Vorschläge an die Stadt erarbeitet. Sie fordert auf der Elberfelder Straße zusätzlich zwei Tempo-Anzeigen.
An dieser Kreuzung wünschen sich die engagierten Bürger einen Kreisverkehr.

An dieser Kreuzung wünschen sich die engagierten Bürger einen Kreisverkehr.

Stefan Fries

An dieser Kreuzung wünschen sich die engagierten Bürger einen Kreisverkehr.

Herzkamp. Um Gennebreck verkehrssicherer zu machen und Rasern entgegenzuwirken, hat die Herzkamper Bürgergemeinschaft nun einen umfangreichen Maßnahmenkatalog erarbeitet. Herzstück ist ein Kreisverkehr auf der Kreuzung Elberfelder und Barmer Straße. Die durch Gerlinde Honke-Feuerstack, Erwin Peddinghaus, Hans-Werner Poet und Uwe Schero konzipierten Vorschläge sind vor wenigen Tagen an die Stadt herangetragen worden und wurden den Bürgern jetzt im evangelischen Vereinshaus vorgestellt.

Kreisverkehr soll die Kreuzung auch überschaubarer machen

Die Ausarbeitungen sind eine Mischung aus geschwindigkeitsbegrenzenden und fußgängerschützenden Ideen und stellen einmal mehr die Kreativität der Herzkamper Vertreter unter Beweis. Der angedachte Kreisel soll nicht nur verkehrsberuhigend wirken, sondern auch die Überschaubarkeit der Kreuzungssituation verbessern soll. „Außerdem soll es hier Übergangsmöglichkeiten für Fußgänger geben“, hebt Bürgergemeinschafts-Mitglied Erwin Peddinghaus hervor.

Zu den wichtigsten Forderungen zählen auf der Elberfelder Straße auch zwei dauerhafte Geschwindigkeitsanzeigen an beiden Ortseingängen, zum einen im Westen auf Höhe der Kirche sowie im Osten gegenüber der Einmündung Kleiner Siepen. „Solch eine Anzeige macht sicher etwas aus und ist uns auch so von den Anwohnern bestätigt worden“, weiß Peddinghaus von einem positiven Effekt zu berichten, als die Tafeln im April probeweise angebracht worden waren.

Die Kosten seien hierfür überschaubar, wobei die Bürgergemeinschaft sogar eine mögliche Eigenbeteiligung in Aussicht stellt. „Wir würden zum Beispiel die Batterien zur Verfügung stellen. Allerdings sind auch andere technische Umsetzungen wie eine Solaranzeige denkbar“, erklärt Peddinghaus. Um die Fußgänger auf der Elberfelder Straße zu schützen, schlägt die Gemeinschaft eine Überquerungshilfe vor. Die soll auf Höhe der Einmündung zum Egen entstehen und insbesondere älteren Friedhofsbesuchern helfen. „Diese Stelle ist sehr unübersichtlich, zumal die Autos hier regelrecht angeschossen kommen“, weiß Peddinghaus.

Um umfangreiche Umbaumaßnahmen zu umgehen und langwierige Genehmigungsprozesse durch Straßen NRW zu vermeiden, denken die Gemeinschaftsförderer hier an eine mobile Insel. „Vielleicht 800 Euro“, rechnet Peddinghaus auch hier mit einem überschaubaren Kostenaufwand bei vergleichsweise großem Nutzen. Ferner schlägt man vor, den Parkbereich vor dem Friedhof zu verlängern. „Hier sind zusätzliche Parkmöglichkeiten sehr wichtig, zumal die Plätze vor dem Pastorat sehr begrenzt sind“, findet der Herzkamp-Vertreter.

Noch keinen konkreten Entwurf hat man indes, wie man den Parkplatzmangel im Verkehrsbereich Grundschule, VfL Gennebreck und evangelischem Kindergarten begegnen kann. „Hier soll es demnächst einen runden Tisch mit einer Expertenrunde geben“, kündigt Peddinghaus an. Erst noch zu klären ist auch, ob auf der Elberfelder Straße die Kennzeichnung eines Fahrradwegs Sinn macht oder ob der eingeschränkte Platz dies nicht zulässt.

Tempo 30 auf der Barmer Straße gefordert

Geschwindigkeitsbegrenzungen auf beidseitig 30 Stundenkilometer fordern die Herzkamper auf der Barmer Straße zwischen Feuerwehrhaus und Einmündung Mettberg sowie auf den beiden Überlandrouten Felderbachtal und Wodantal-Nockenbergstraße, wo aktuell überhaupt kein Limit gilt. „Hier geht es vor allem um die Lärmreduzierung. Schließlich rasen viele Motorradfahrer hier so sehr, dass man sein eigenes Wort nicht mehr verstehen kann“, findet der Herzkamp-Vertreter und ergänzt, dass die Polizei dort zukünftig auch Geschwindigkeitskontrollen durchführen sollte.

Nachdem man nun seine eigenen Hausaufgaben gemacht und die Vorschläge an den Stadtbeigeordneten Volker Hoven übergeben hat, wird nun mit großer Spannung erwartet, was wirklich umgesetzt wird. „Das dürfte mühsam werden. Schließlich muss erst mal jemand bereit sein, sich mit den Dingen zu beschäftigen“, weiß Peddinghaus, dass die Verwaltungsmühlen auch in Sprockhövel langsam mahlen.

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