Beim Sponsorenlauf kamen rund 3.000 Euro zusammen.

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Im Einsatz für den neuen Kunstrasen: Rainer Kresin, Stefan Pohl, Stefan Happ und Andreas Lersch (von links).

Im Einsatz für den neuen Kunstrasen: Rainer Kresin, Stefan Pohl, Stefan Happ und Andreas Lersch (von links).

Gerhard Bartsch

Im Einsatz für den neuen Kunstrasen: Rainer Kresin, Stefan Pohl, Stefan Happ und Andreas Lersch (von links).

Herzkamp. "Ich freue mich sehr, sehr auf den Kunstrasen", versichert Lennart Sudhoff. Jetzt steht dem Knirps aus der E 1 des VfL Gennebreck erst einmal der Stolz ins Gesicht geschrieben, dass er seinen persönlichen Beitrag dazu geleistet hat, dass der Traum des ganzen Vereins schon im nächsten Jahr Wirklichkeit werden kann. 26 Runden über den Platz hat er am Samstag geschafft, wofür Papa Söhnke bereitwillig die vorher versprochenen 50 Cent pro Runde herausrückte.

Der neue Platz ist für das ganze Dorf eine Herzensangelegenheit

Wie Lennart drehten am Sonntag weitere 97 Läufer beim Sponsorenlauf für den Kunstrasen ihre Runden - von den Mini-Kickern bis zur ersten Mannschaft, vom Trainer bis zum Vorstandsmitglied. Angehörige und Freunde griffen dafür in die Tasche. Auch die Feuerwehr und der Schützenverein hatten Läufer geschickt und bewiesen, dass der neue Platz nicht nur für den Verein, sondern auch für das ganze Dorf eine Herzensangelegenheit ist.

Wer nicht lief, hakte Runden ab, schenkte Getränke aus oder feierte einfach ein bisschen mit. "Die Resonanz war einfach klasse, damit hätte ich gar nicht gerechnet”, freute sich Bernd Gabler, Vorsitzender des VfL-Fördervereins über den Erfolg, der sich nicht nur in Summen - rund 3.000 Euro kamen zusammen -, sondern auch ideell auszahlte.

"Das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl, mancher hat noch bis Mitternacht im Vereinsheim mitgefeiert", sagte Gabler. Torwand, Kasten-Rollbahn, Bier- und Kuchenstand sorgten dafür, dass den ganzen Tag lang nicht nur auf der mit Kreide abgegrenzten Laufbahn, sondern auch daneben etwas los war.

Ein weiteres Mosaiksteinchen ist so gesetzt, damit der Verein seinen Eigenanteil von 90.000 Euro für den Kunstrasen aufbringen kann. "Ursprünglich war einmal von 70.000 Euro die Rede gewesen, aber dadurch, dass wir nun geringere Kreditkosten haben, konnten wir die Summe noch aufstocken", erklärt Geschäftsführer Stephan Books.

Wie berichtet, steckt die Stadt vermutlich 370.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II in den Platz inklusive Kunstrasen. Mit dem 90.000 Euro Eigenanteil und einem 90.000-Euro-Kredit, den der Verein aufnimmt und die Stadt tilgt, ergibt sich die Gesamtfinanzierung.

Dank symbolischem Verkauf von Platzparzellen, namhaften Spenden (Wicke, Sparkasse) sowie vielen kleineren Spenden und eben dem Lauf am Samstag hat der VfL seinen Anteil inzwischen so gut wie zusammen.

Solche Zahlenspiele lassen Lennart Sudhoff kalt. Für ihn hat der Kunstrasen seinen eigenen Wert. "Auf Asche tut es immer so weh, wenn man hinfällt”, sagt er und verabschiedet sich erschöpft, aber glücklich mit Sponsorenlauf-Medaille zum Duschen.

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