Vorschau: Die Bürgergemeinschaft blickt voraus: Das Konzept für das Dorf soll ausgearbeitet werden – und im März kommt Jürgen Becker.

Vorschau
Barrierefrei ist jetzt der Schulhof der Grundschule Gennebreck. Was fehlt, ist noch das Grün.

Barrierefrei ist jetzt der Schulhof der Grundschule Gennebreck. Was fehlt, ist noch das Grün.

Höhepunkt bei Kultur und Wein: Kabarettist Jürgen Becker.

Gerhard Bartsch, Bild 1 von 2

Barrierefrei ist jetzt der Schulhof der Grundschule Gennebreck. Was fehlt, ist noch das Grün.

Herzkamp. Der Vorplatz an der Grundschule Gennebreck ist hergerichtet: Keine Treppen mehr, dafür barrierefrei. „Der Waschbeton der 70er-Jahre ist Geschichte“, freut sich Holger Wanzke aus dem Vorstand der Bürgergemeinschaft Herzkamp. Etwas trostlos sieht es allerdings noch aus, was nicht nur am Winter liegt. Was noch fehlt, ist das Grün.

Aber auch da bahnt sich eine schnelle Lösung an. „Die Pflanzen sind schon da“, erklärt Ralph Holtze, Betriebsleiter der Zentralen Gebäudebewirtschaftung (ZGS), auf Anfrage der WZ. Sobald die Witterung passe, werden sie auch gepflanzt. 64 000 Euro hat die Herrichtung insgesamt gekostet. „Dafür ist jetzt alles glatt gezogen worden“, sagt Holtze. Es gebe maximal noch Steigungen von drei Prozent auf dem Gelände. Für Schutz vor Regen sorgt ein Vordach. Dazu passt, dass gegenüber der Schule der Eingangsbereich des Fußballplatzes ebenfalls aufgehübscht wurde. „Auch die Müllcontainer sind versetzt worden“, sagt Wanzke.

Im März soll es den ersten Workshop zum Entwicklungskonzept geben

Die Neugestaltung sieht Holger Wanzke als Teil des Dorfentwicklungskonzepts. Dabei immer ein Thema für die Bürgergemeinschaft: Das ihrer Ansicht nach vernachlässigte Fußwegenetz im Stadtteil. „Viele Wege sind zwar schon da, sie müssen aber reaktiviert werden“, fordert Wanzke. Die Verbindung zwischen Barmer Straße und Schule ist ein Beispiel. Ausgebaut wird auch der Fußweg durch das Neubaugebiet Herzkamper Mulde. Für März kündigt Wanzke den ersten Workshop dieses Jahres mit Vertretern der Verwaltung zum Dorfentwicklungskonzept an.

Der VfL Gennebreck feiert mit einer Karnevalsparty eine Premiere

Was sonst noch für dieses Jahr im Stadtteil ansteht, war Thema bei der ersten Bürgerversammlung 2010. Kultureller Höhepunkt dürfte der Auftritt von Jürgen Becker sein. Wanzke ist die Vorfreude auf das Programm „Ja, was glauben Sie denn?“ am 16. März in der Grundschule anzumerken. Auch die Herzkamper sind heiß auf den Kabarettisten: Das Gastspiel ist bereits ausverkauft.

Überhaupt habe sich die Reihe Kultur und Wein sehr gut entwickelt, bilanziert Wanzke. Die Rechnung, in den Wintermonaten, wenn die Vereine mit Veranstaltungen pausieren, eigene Aktionen anzubieten, sei aufgegangen. „Die Vorbereitung hat sich jetzt im dritten Jahr natürlich auch eingespielt“, ist Wanzke zufrieden. Das Engagement lohne sich. „Allerdings gibt es immer noch Leute hier, die sagen, von Kultur und Wein habe ich noch nie etwas gehört.“

2006 hatte die Bürgergemeinschaft unter Delegation eines Dortmunder Planungsbüros einen Dorfentwicklungsplan für Herzkamp erarbeitet. Den Eigenanteil von 12 500 Euro brachte die Bürgergemeinschaft durch Spenden selbst auf. Festgelegt sind im Konzept Ziele der Ortsverschönerung wie die Verbesserung der Infrastruktur (Nahverkehr, Geschäfte) und Verkehrsberuhigung.

Auch die Vereine haben 2010 einiges vor. Der VfL Gennebreck etwa wartet mit einer Premiere auf. Am 5. März findet im Vereinsheim am Sportplatz erstmals eine Karnevalsparty statt. Und die Schützen freuen sich schon auf den Sommer: Vom 26. bis 28. August steigt das Schützen- und Heimatfest in Herzkamp. Einen runden Geburtstag feiert indes der Evangelische Kindergarten Herzkamp. Am 9. und 10. Juli gibt es zum 40-jährigen Bestehen ein volles Programm.

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