120 Weihnachtsbäume haben die Pfadfinder abgeholt und zu einem großen Berg aufgeschichtet - für das Osterfeuer 2014.

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Laura Jakobi war eine von 14 Pfadfindern, die am Samstag tatkräftig bei der Entsorgung der Christbäume mit anpackten.

Laura Jakobi war eine von 14 Pfadfindern, die am Samstag tatkräftig bei der Entsorgung der Christbäume mit anpackten.

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Laura Jakobi war eine von 14 Pfadfindern, die am Samstag tatkräftig bei der Entsorgung der Christbäume mit anpackten.

Haßlinghausen. Der Berg an der katholischen Kirche Sankt Josef ist kaum zu übersehen: Meterhoch liegen dort ausrangierte Christbäume. 120 Exemplare haben die Pfadfinder zusammengetragen. Bis Ostern werden sie dort liegen bleiben, ehe der Haufen in Flammen aufgeht - als großes Osterfeuer der Gemeinde Sankt Josef.

Philipp Berretz hat die Aktion in diesem Jahr koordiniert. Woher der Brauch kommt und wie lange es ihn schon gibt, weiß er selbst nicht so genau. „Ich bin seit 22 Jahren bei den Pfadfindern und schon damals bestand die Tradition, dass wir gegen eine kleine Spende die Bäume abholen“, sagt Berretz.

Per E-Mail oder Anruf konnten Haßlinghauser die Pfadfinder bestellen, damit diese den ausgedienten Christbaum entsorgen. Die Liste der anzufahrenden Adressen wurde länger und länger, am Ende waren es 120 Haushalte. „Viele Menschen machen jedes Jahr mit, das ist für einige schon eine kleine Tradition“, weiß Berretz.

Bei strahlendem Sonnenschein machten sich 14 Pfadfinder im Alter von 14 bis 31 Jahren am vergangenen Samstag auf den Weg von Haus zu Haus. Heizung & Sanitär Lange, die Schreinerei Gockel und eine Familie stellten Anhänger zur Verfügung, mit denen Nordmanntanne, Blaufichte & Co. abtransportiert wurden.

„Die meisten Menschen runden den Betrag von drei Euro auf fünf Euro auf“, erzählt Berretz, manche sind sogar noch großzügiger. Das Geld – in diesem Jahr haben die Pfadfinder 530 Euro gesammelt – geht zur Hälfte an die Jahresaktion der deutschen Pfadfinderschaft und zur Hälfte an die Pfadfinder der Gemeinde Sankt Josef. Berretz: „Das Geld kommt unserer Jugendarbeit zugute, davon können wir zum Beispiel neue Zelte oder Bastelmaterial anschaffen.“

Endgültig abgeschlossen ist die Aktion der Pfadfinder aber eben erst zum Osterfest – wenn die 120 Bäume beim großen Osterfeuer verbrannt werden.

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