Das baufällige Gebäude des ehemaligen Hofes Blumenhaus ist abgerissen, im Frühjahr soll auf dem Gelände neu gebaut werden.

Nur noch die Grundmauer steht vom alten Hof Blumenhaus. Bald sollen an dieser Stelle neue Mauern errichtet werden.
Nur noch die Grundmauer steht vom alten Hof Blumenhaus. Bald sollen an dieser Stelle neue Mauern errichtet werden.

Nur noch die Grundmauer steht vom alten Hof Blumenhaus. Bald sollen an dieser Stelle neue Mauern errichtet werden.

Andreas Fischer

Nur noch die Grundmauer steht vom alten Hof Blumenhaus. Bald sollen an dieser Stelle neue Mauern errichtet werden.

Haßlinghausen. Fast schon gnädig deckt der Schnee derzeit die traurigen Überreste des ehemaligen Hofs Blumenhaus an der Mittelstraße175 zu. Das über viele Jahre leer stehende Gemäuer ist seit Ende vergangenen Jahres abgerissen. Schon seit zwei Jahren hat der neu gegründete Reitverein Blumenhaus auf dem Gelände ein Domizil gefunden und feierte mit Britta Schnee bereits einige beachtliche Erfolge. Vieles wirkt aber provisorisch, sowohl auf dem Gelände, auf dem Kühe stehen, als auch davor.

Ein gemauerter Unterstand, Bratwurst-Bude auf dem Gehweg, Schilder, die auf Brennholz- und Ponyverkauf hinweisen. Doch bald soll sich in der Trümmerwüste etwas tun, verspricht einer der Eigentümer, die das Grundstück vor einiger Zeit gekauft haben, der WZ. Seinen Namen möchte der in der Region sehr bekannte Landwirt noch nicht nennen und auch nicht alle Pläne preisgeben. Nur so viel: "Wenn das Wetter es zulässt, wollen wir beginnen."

Bauantrag ist von der Stadt schon seit einiger Zeit genehmigt

Der Bauantrag bei der Stadt liegt jedenfalls schon seit geraumer Zeit vor und ist längst genehmigt. Darin ist von einem Café mit Wohnung als Ergänzung zu dem landwirtschaftlichen Betrieb die Rede.

Diesmal, davon geht man dort aus, werden die Pläne auch realisiert. Anders als die Vorhaben von Architektin Frauke Hoppe, die dort einst einen Landschafts- und Kulturpark nach englischem Vorbild plante, später eine Seniorenwohnanlage. 2002 feierte die Kunst- und Kulturinitiative in der Scheune des Hofes noch ihr zehnjähriges Jubiläum, doch die Hoffnung, sie vielleicht dauerhaft nutzen zu können, ist ebenfalls längst Schnee von gestern.

Das jetzt abgerissene Gebäude des ehemaligen Hofs Blumenhaus gehörte zu den ältesten Gebäuden in der Umgebung und geht vermutlich auf das späte 17. Jahrhundert zurück. Im 18. Jahrhundert diente es als Zollstation an der alten Kohlenstraße von Witten Richtung Bergisches Land. Erstmals urkundlich erwähnt ist ein Überfall französischer Kräfte 1759 im Siebenjährigen Krieg, bei dem die Schwiegertochter des Eigentümers Garnefeld mit einem Hieb in den Rücken lebensgefährlich verletzt wurde. Das seit Jahrzehnten stetig verfallende Gebäude stand nicht unter Denkmalschutz.

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