Zehn Kinder verfassten in einem Ferien-Workshop ihre ganz eigenen Geschichten.

Sprockhövel. In den Schulferien kommt oft Langeweile bei den Kindern auf. Das Ferienprogramm der Kreativothek sorgt dafür, dass sie nicht den ganzen Tag nur vor dem Fernseher oder dem Handy sitzen. In der ersten Woche der Osterferien konnte mit Filz und Fimo (Knetmasse, die im Ofen aushärtet) gearbeitet werden. Die zweite Woche bot auch etwas für kreative Köpfe: die Buchkinder. Zehn Kinder zwischen sechs und zehn Jahren schrieben ihre eigenen Bücher: „Die Themen sind sehr vielfältig und nicht vorgegeben. Die Kinder können Quatschgeschichten oder Gedichte schreiben, das ist ganz egal“, so Alexandra Lucak, Leiterin des Workshops.

Zu jeder kurzen Textpassage wird ein Bild hergestellt, auf dem abgebildet ist, was in der Szene passiert. Rechtschreibfehler werden dabei völlig außer Acht gelassen: „Sie sollen sich die Geschichten selber ausdenken und selber schreiben“, erklärte Lucak. Sie helfe vor allem beim Erstellen der Bilder. „Die kommen ständig an und fragen ‚wie soll ich weiter machen?’“, so Lucak. Ob mit Acryl, Tetrapack-Druck oder Stempeln sind die Bilder auf vielfältige Art und Weise entstanden.

Tiergeschichten fanden bei den Teilnehmern großen Anklang

Bei den Geschichten der Mädchen ging es meistens um Tiere, insbesondere um Pferde. Die achtjährige Luisa hat ein Gedicht über alle möglichen Tiere geschrieben. Aber auch mit Phantasiewesen wurde viel gearbeitet. Elisa hat die Geschichte über einen Troll geschrieben, der traurig war, weil er keinen Namen hatte. Als der Zwerg ihm den Namen Fridolin gab, wurden sie beste Freunde.

Der zehnjährige Julian hat über einen ängstlichen Polizisten namens Kevin geschrieben. Sein Freund und Kollege Bob und Räuber mit Bananenwaffen helfen ihm, so dass Kevin hinterher Polizeipräsident wird.

Aber auch verschiedene Lebensstile wurden thematisiert. Der siebenjährige Tom schrieb über den vegetarischen Tiger und seinen Freund das vegetarische Krokodil.

Um den jungen Teilnehmern eine kleine Hilfestellung zu geben, wurden vorab einige Fantasie- und Lieblingswörter der Schüler gesammelt. Jedes Kind durfte ein solches ziehen und musste dieses dann in seine Geschichte einbauen. „Hakuna Matata“, „Türklinke“ oder auch „Kräuterquark“ mussten also in irgendeinen Zusammenhang mit den Ideen der jungen Schriftsteller gebracht werden.

Am Ende dürfen die Kinder ihr Buch mit nach Hause nehmen

Das Projekt basiert auf den Buchkindern Leipzig. Dort gibt es das Projekt schon länger. Durch die im Vergleich kleinere Anzahl an Teilnehmern findet das Projekt in der Kreativothek nur punktuell und zu bestimmten Terminen statt.

Am Ende des Projektes werden die Bücher sogar gebunden und die Kinder können sie mit nach Hause nehmen. „Wir fangen mit einem kleinen Heft an und enden mit einem Buch“, so Lucak.

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