Zur Förderung des Radweges nach Vorbild der Nordbahntrasse soll Verein gegründet werden.

Im Spätsommer des vergangenen Jahres wurde die Strecke in „Glückauf-Trasse“ umbenannt. Archiv
Im Spätsommer des vergangenen Jahres wurde die Strecke in „Glückauf-Trasse“ umbenannt. Archiv

Im Spätsommer des vergangenen Jahres wurde die Strecke in „Glückauf-Trasse“ umbenannt. Archiv

Stefan Fries

Im Spätsommer des vergangenen Jahres wurde die Strecke in „Glückauf-Trasse“ umbenannt. Archiv

Haßlinghausen. „Neue Ideen für die Glückauf-Trasse“ hieß wieder einmal das Motto der gleichnamigen Arbeitsgruppe, die sich am Mittwochabend diesmal in unmittelbarer Trassennähe im Restaurant „An der Kohlenbahn“ in Haßlinghausen traf. Tipps, wie der alte Schienenweg möglichst fahrradgerecht gestaltet werden kann, erhoffte sich die Initiatorin Karin Hockamp (Lokale Agenda 21) von Klaus Lang, dem Vorsitzenden des ADFC Wuppertal. Der hatte tatsächlich einige Anregungen im Gepäck.

Eloquent wies Lang zum Beispiel darauf hin, dass die hiesigen Trassen zwar miteinander vernetzt seien, dass die Anbindung an die einzelnen Städte jedoch noch sehr zu wünschen übrig lasse. Auch fehlten Hinweise, wie man auf die Trassen gelangen könne und auf den Rad- und Fußwegen selbst, was es an Sehenswürdigkeiten in den einzelnen Kommunen gebe und wo man einkehren könne. „Wichtig für die Radtouristik sind ausreichend geräumige Rastplätze mit Tischen und Bänken. Daran fehlt es auch in Wuppertal“, befand Lang, der anmerkte, dass es sich bei den Trassen um Leuchtturm-Projekte handele, für die Nachfrage aus ganz Deutschland bestehe.

Das bestätigte auch Beate Prochnow, die zusammen mit Karin Hockamp Ende August die Kaffee-Trasse vorbildlich organisiert hatte. „Im vorigen Jahr waren im April beim Andampfen und Anradeln hier und in der Trassenumgebung rund 70 000 Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet“, erinnerte Beate Prochnow daran, dass es sich hier um eine Werbung für die gesamte Region handele.

Für Skater ist sie ungeeignet – was auch Konflikte vermeidet

Robert Dedden aus Hattingen, der die Trasse für den Weg zur Arbeit nutzt, regte an, die Glückauf-Trasse nach Vorbild der Wuppertaler Nordbahntrasse zu asphaltieren. „Wenn man beim derzeitigen Matsch ankommt, brauchen Fahrer und Rad eine Grundreinigung. Außerdem ist eine asphaltierte Trasse auf Dauer auch leichter und preiswerter zu pflegen.“

Dass die schmale Glückauf-Trasse eine festgefahrene Schotterdecke hat, macht sie für Skater kaum passierbar, was laut Klaus Lang aber auch Vorteile hat. „Die meisten Inlineskater können nämlich gar nicht richtig fahren und nehmen, weil sie auch meist nebeneinander skaten, immer so um die vier Meter Platz ein.“ Ungeachtet dessen meinte der sachkundige Gast: „Ich bin vor 18 Jahren nach Wuppertal gekommen und habe von den Bürgern nur Schimpfen über die Stadt gehört. Das hat sich seit Fertigstellung der Trasse grundlegend geändert. Da ist ein völlig neues Bewusstsein eingekehrt.“ Um Fördergelder für die Glückauf-Trasse beantragen und Spenden-Quittungen ausstellen zu können, soll laut Karin Hockamp am 11. Februar ein Verein gegründet werden. Der Ort wird noch rechtzeitig bekanntgegeben.

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