Das integrierte Handlungskonzept befasst sich mit einer Aufwertung von zentralen Plätzen.

Das integrierte Handlungskonzept befasst sich mit einer Aufwertung des Glashüttenplatzes.
Soll attraktiver werden: Der Glashüttenplatz ist aktuell kein Glanzpunkt der Stadt. Archiv

Soll attraktiver werden: Der Glashüttenplatz ist aktuell kein Glanzpunkt der Stadt. Archiv

Anna Schwartz

Soll attraktiver werden: Der Glashüttenplatz ist aktuell kein Glanzpunkt der Stadt. Archiv

Sprockhövel. Jetzt tagte im Rathaus wieder der Ausschuss für Stadtentwicklung, Denkmalsschutz und Wirtschaftsförderung, wobei der Sachstandsbericht zur Erstellung eines integrierten Handlungskonzepts für Haßlinghausen den größten Raum einnahm. Die Dortmunder Architekten und Stadtplaner Postwelters/ Partner hatten im vorigen Jahr die Stärken, aber auch die Probleme in Haßlinghausen, speziell auf der Mittelstraße analysiert, sich mit Bürgern und Einzelhändlern unterhalten und festgestellt, dass es nicht nur zu wenige Stellplätze für die Kundschaft gebe. Vor allem wurde die schlechte Aufenthaltsqualität auf dem Glashüttenplatz und dem Nikolaus-Groß-Platz moniert.

Beginn der Baumaßnahmen könnte 2020 erfolgen

Die Handlungsfelder umfassten den öffentlichen Raum und seine Einrichtungen, den Einzelhandel, die Baukultur mit Gebäuden und Wohnen und Verkehr und Mobilität. Das ausgemachte Stimmungsbild ergab ein großes Interesse der Bürger an „ihrem“ Haßlinghausen, das sich auch in den vielen Anregungen und Vorschlägen der Bevölkerung in Bezug auf mögliche Verbesserungen widerspiegelt, wie Sprockhövels Beigeordneter Volker Hoven anerkennend bemerkte.

Joachim Sterl, der geschäftsführende Gesellschafter des beauftragten Architektenbüros, stellte die angedachten Lösungen der Probleme in einem erarbeiteten Konzept vor, das insgesamt 5,7 Millionen Euro an Kosten benötigen würde, wobei seiner Ansicht nach auch private Investitionen erforderlich seien.

So wurde bei Erstellung des Leitprojektes Glashüttenplatz festgestellt, dass der Gebäudebestand, mit zwei historischen Gebäuden erhalten bleiben soll, ein Radweg und eventuell auch eine E-Bike-Ladestation erstellt werden soll. Für den Nikolaus-Groß-Platz sieht das Architekten-Büro anlässlich einer Umgestaltung den Abriss des Kiosks vor und möchte den Rathausvorplatz in die Planungen mit einbeziehen.

Sterl stellte auch konkrete Pläne zur Schaffung einer multifunktionalen Begegnungsstätte vor, die unter anderem eine „Skate-Park“ vorsieht. Trittsteinplätze im Gehwegbereich, eine neue rollatorgerechte barrierefreie Bepflasterung sollen geschaffen und zusätzliche Bänke aufgestellt werden. Hier sprach Sterl vom „Herz von Haßlinghausen“, das eine größere Aufenthaltsqualität benötige. Der barrierefreie Umbau der Bushaltestellen sei zum Teil schon verwirklicht worden. Bezüglich einer Installierung von Pflanzeninseln schlug der Referent Patenschaften seitens der Bürger für das vorgesehene Grün vor.

Mit der Verbesserung und Neugestaltung der drei Plätze sollte eine effektivere Anbindung an den regionalen Radweg erfolgen. Sind die genannten Maßnahmen allesamt förderungsfähig, so gelte das allerdings nicht für die erforderlichen Stellplätze, wie Joachim Sterl vor den Ausschussmitgliedern betonte. Insgesamt waren es 17 Maßnahmen, von denen der Ausschuss sdurch Joachim Sterl in Kenntnis gesetzt wurde. Für Antragstellung und Bewilligung prognostizierte der Experte die Jahre 2018 und 2019, so dass der Beginn der Baumaßnahmen 2020 erfolgen könnte.

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