Schule: Der Schulausschuss stimmte am Mittwoch für die Teilnahme am Modellversuch.

Sprockhövel. Nun stehen alle Zeichen auf Gemeinschaftsschule. In einer Sondersitzung stimmte der Ausschuss für Jugendhilfe und Schule am Mittwoch nach langer Diskussion mehrheitlich dafür, einen Antrag auf Umwandlung der Hauptschule Niedersprockhövel in die neue Schulform ab dem kommenden Schuljahr zu stellen. Wie angekündigt enthielt sich die CDU, die FDP stimmte dagegen, SPD und Grüne stimmten dafür.

Nächsten Donnerstag muss noch der Rat grünes Licht geben, eine "Pro-forma"-Sache, wie Klaus Knippschild von der SPD meint. Danach werde man den Antrag bei der Bezirksregierung in Arnsberg einreichen. Die hat bis Ende des Jahres darüber zu entscheiden.

Hattingen entschied sich vorerst gegen die Schulform

Die Chancen auf einen positiven Bescheid dürften gestiegen sein, nachdem der Schulausschuss in der Nachbarstadt Hattingen am Dienstag mehrheitlich entschieden hatte, für die Marie-Curie Realschule doch keinen Antrag auf Umwandlung zur Gemeinschaftsschule zu stellen. Nun wolle man die Gemeinschaftsschule in Sprockhövel unterstützen, heißt es aus Hattingen. Im Ennepe-Ruhr Kreis ist Sprockhövel nun die einzige Stadt, die sich für den Modellversuch des Landes bewirbt. Klaus Knippschild zeigt sich damit sehr zufrieden. "Mit der Gemeinschaftsschule können wir den Schülern in Sprockhövel eine langfristige Alternative bieten", erklärte er.

Die Umbaukosten schätzt die Stadt auf etwa 600000 Euro

Vorbehalte der Eltern gegen den Modellversuch könne er verstehen, sagt Knippschild. Das Modell müsse sich etablieren. Die Schule biete den Schülern seiner Meinung nach aber nur Vorteile, da beispielsweise die Orientierungsphase länger sei.

In der Hauptschule am Schulzentrum Börgersbruch ist man auf das neue Schulmodell vorbereitet. Mit der Wilhelm-Kraft Gesamtschule und dem Gymnasium Holthausen wurden Kooperationen für die gymnasiale Oberstufe geschlossen. Kommt das neue Modell in 2011, erwartet die Stadt Umbaukosten von etwa 600000Euro für Mensa- und Klassenerweiterungen. Kosten für neue Lehrer würde die Bezirksregierung übernehmen.

Der erste Antrag für eine Gemeinschaftsschule in ihrem Bereich ging am Mittwoch übrigens von der Gemeinde Lippetal bei der Bezirksregierung in Arnsberg ein.

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