Kinder führen Geschichte über das Teilen auf und verschenken Obst an Besucher.

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Arne Stolorz spielt mit Kindern die Geschichte des Herrn von Ribbeck nach.

Arne Stolorz spielt mit Kindern die Geschichte des Herrn von Ribbeck nach.

Gerhard Bartsch

Arne Stolorz spielt mit Kindern die Geschichte des Herrn von Ribbeck nach.

Niedersprockhövel. Wer an diesem Sonntag die Zwiebelturmkirche betreten hat, wurde durch die herbstliche Dekoration auf das Erntedankfest eingestimmt: Obst, Gemüse und ein selbst gefertigter Birnbaum waren um den Altar drapiert. Nach dem Gottesdienst konnten die Mitglieder der evangelischen Gemeinde im Kirchladen Sprockhöveler Honig erwerben und auf dem Markt rund um die Kirche Produkte aus der Region probieren.

Das Bläser-Ensemble Sprockhövel stimmte die Gottesdienstbesucher mit „When the Saints“ auf den Gottesdienst ein. Pfarrer Arne Stolorz formulierte im Anschluss mit einigen Mitgliedern des Umweltausschusses „Grüner Hahn“ den Grundgedanken des kirchlichen Festes: „Wir müssen Gottes Schöpfung behüten und einen nachhaltigen Umgang mit ihr pflegen.“ Sorgen machten ihm „Menschen und Konzerne, die die Natur ausbeuten.“ Auch sei „eine vertretbare Ethik im Umgang mit Tieren“ notwendig. „Man kann Fleisch mehr genießen, wenn es das nicht jeden Tag gibt“, so der Theologe.

Herr von Ribbeck teilte stets die Ernte von seinem Birnbaum

Im Zentrum des Familiengottesdienstes stand der Grundgedanke des Teilens, der mit der Geschichte des Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland deutlich wurde. Die führten die jüngsten Besucher auf. Die Kinder spielten Geschichte des Schlossherrn, der jedem Vorbeikommenden eine Birne von seinem Baum schenkte.

Nach seinem Tod setzte der geizige Sohn die Tradition nicht fort – auf dem Grab des Herrn von Ribbeck jedoch wuchs ein schöner Birnbaum, von dem sich jeder eine Frucht nehmen durfte. „Mit anderen zu teilen, ist ein Weg, Gott zu gefallen“, erklärte der Pfarrer. Die kleinen Schauspieler verschenkten im Anschluss Birnen mit der Aufschrift „Lasst uns Gutes tun und mit anderen teilen“.

Der Umweltausschuss der Gemeinde setzt den theologischen Auftrag um, die Natur für kommende Generationen zu bewahren. Im Rahmen der Aktion „Grüner Hahn – Kirchliches Umweltmanagement“ wurde die Energieeffizienz der Gemeindehäuser verbessert, Bienenstöcke auf dem Friedhof aufgestellt und mit der Kita der Gemeinde das Projekt „Garten Eden“ umgesetzt.
 

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