St. Josef-Kirche wurde 1916 geweiht. Die beiden Weltkriege überstand sie ohne Schäden.

Die Kirche heute und auf einer historischen Postkarte.
Die Kirche heute und auf einer historischen Postkarte.

Die Kirche heute und auf einer historischen Postkarte.

Die Kirche heute und auf einer historischen Postkarte.

Gemeinde St. Josef/Hans-Dieter Pöppe, Bild 1 von 2

Die Kirche heute und auf einer historischen Postkarte.

Haßlinghausen. Die St. Josef-Kirche in Haßlinghausen wurde vor 100 Jahren durch den Paderborner Weihbischof Heinz Haehling von Lanzenauer geweiht und hat zwei Weltkriege ohne Schäden überstanden. Auch heute ist das sakrale Gebäude ein Zentrum des katholischen Glaubens in der Stadt.

Die Legung des Grundsteins der Kirche erfolgte im Jahr 1914. Ein glücklicher Umstand, war die Finanzierung des Gebäudes lange Zeit nicht in trockenen Tüchern. Rund 60 750 Mark sollte der Bau kosten. Finanziert wurde das Unterfangen durch Spenden, die durch den Beginn des ersten Weltkrieges spärlicher flossen. Auch behinderte der Krieg den Transport von Materialien. Dank des Paderborner Bonifatiusvereins konnte die Kirche im neobarocken Stil gebaut werden.

Diese bietet ein prächtiges Bild: Goldene Verzierungen und künstlerisch gestaltete Kirchenfenster prägen das Bild der Kirche St. Josef. Christliche Motive wie der Sündenfall oder das Lamm Gottes sind auf den bunt gestalteten Gläsern zu entdecken. Manfred Berretz von der Kirchengemeinde St. Josef weiß mehr: „Vor 25 Jahren wurden die Fenster von der Firma Peters aus Paderborn mit Hilfe der Originalpläne erneuert. Das ist die gleiche Firma, die auch 1914/15 für die Verglasung zuständig war.“

Orgel und Fenster wurden erneuert

Neu hinzugekommen waren die Rosettenfenster sowie das Motiv des Pelikans. Stark mit der Kirche verbunden ist das Deckengemälde mit dem Titel „Heilige Dreifaltigkeit“, das von H. Repke aus Wiedenbrück im Jahre 1920 angebracht worden war. Auf den Fenstern links und rechts sind die zwei Schutzheiligen der Kirche zu sehen: der heilige Josef und der heilige Engelbert. „Dies ist der Erzbischof von Köln, der 1225 in Gevelsberg ums Leben gekommen ist“, erklärt Pastor Burkhard Schmelz, der seit 2009 Pastor in der Gemeinde St. Josef ist. Die Statuen der Marie mit dem Kind und des heiligen Josefs umrahmen den Altarbereich. Auch die Orgel ist im Laufe der Geschichte der Kirche mehrfach erneuert worden: „1971 hauchte die kleine einmanualige Pfeifenorgel ihre letzten Töne aus und man entschied sich aufgrund der Kosten für eine elektronische Dereux-Orgel. Diese war 20 Jahre im Betrieb“, berichtet Berretz. Dank der Ersparnisse der Gemeinde und einer großzügigen Spende konnte 1992 eine Digital-Orgel, ein dreimanualiges Instrument mit 41 Registern, angeschafft werden. Die Weihe der Orgel fand am 17. April des Jahres 1994 statt. Die letzte Renovierungsmaßnahme erfolgte im letzten Jahr. Die Kirche wurde neu gestrichen. Finanziert wurde dies durch den Förderverein des Gemeindebezirks St. Josef.

Auch heute sind die Katholiken in Sprockhövel in der Minderheit. „Nach dem ersten Weltkrieg sind weitere katholische Christen zugezogen, was die Gemeinde belebt hat“, berichtet Schmelz. Als angenehm empfänden die Gläubigen, dass die Kirche jeden Tag offen stehe. Schmelz schätzt das Gebäude als einen Ort der Einkehr. „Die Kirche ist sehr freundlich gestaltet, hell und nicht zu groß. Es ist ein Vorteil, dass man sonntags eine volle Kirche hat, Das Gemeinschaftsgefühl ist größer, als wenn jeder vereinzelt in einem großen Kirchenschiff sitzt.“ Auch die Gemeinde sei sehr engagiert. „Wir haben viele Aktive in der Gemeinde, junge Menschen, auch Familien, die sich hier in vielen Bereichen engagieren.“

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