Nach dem Schnee offenbaren sich an vielen Straßen Schäden im Asphalt. Gröbste Löcher werden umgehend ausgebessert.

Wegen der massiven Schäden auf der Wuppertaler Straße weichen viele Autofahrer nach links aus.
Wegen der massiven Schäden auf der Wuppertaler Straße weichen viele Autofahrer nach links aus.

Wegen der massiven Schäden auf der Wuppertaler Straße weichen viele Autofahrer nach links aus.

Gerhard Bartsch

Wegen der massiven Schäden auf der Wuppertaler Straße weichen viele Autofahrer nach links aus.

Sprockhövel. Eigentlich könnten Autofahrer in diesen Tagen aufatmen. Schnee und Eis bilden sich zurück, normale Straßenverhältnisse sind wieder in Sicht. Wenn da nicht die Schlaglöcher wären, die sich durch Frost und Tauwetter gebildet haben.

„Die Schäden sind enorm“, bestätigt Willi Schäfers, Leiter des städtischen Tiefbauamts. Derzeit sondiere man noch die Lage, „wir haben einen Straßenbegeher, der im Turnus von einem Monat alle städtischen Straßen kontrolliert“. Zudem achteten seine Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit auf besondere Gefahrenstellen.

Besonders viele Schäden an Elberfelder und Wuppertaler Straße

„Wo große Löcher sind, handeln wir natürlich sofort, um die Verkehrsgefahr zu beseitigen“, sagt Schäfers. Der Kaltasphalt, mit dem die Löcher gefüllt werden, sorgt aber nur kurzfristig für Besserung.

Um alle betroffenen Straßen langfristig zu sanieren, fehlt das Geld. „Alle Straßenschäden werden zum Ende des Winters nach Schwere gelistet und – wenn es das Budget zulässt – im Laufe des Jahres saniert.“ Das Budget für Straßeninstandsetzung liegt bei 200 000 Euro. Angesichts der Masse der Schäden, die schon jetzt sichtbar sind, viel zu wenig.

Schilder auf der Mittelstraße warnen derzeit vor Frostschäden, auf der Elberfelder und Wuppertaler Straße fahren Autofahrer Schlangenlinien, um den Löchern auf der Straße auszuweichen. Besonders arg ist die Situation an der Wuppertaler Straße, wie Daniel Bräuer gegenüber der WZ berichtet: „Seit drei Jahren fahre ich die Straße täglich und die Verhältnisse werden immer schlechter.“

Hinweise zu Schäden auf städtischen Straßen werden bei der Stadt unter den Telefonnummern 02339 917-281, -272, -257 und -258 entgegen genommen.

Der Abschnitt zwischen Otto-Brenner-Straße und Löhener Egge in Richtung Wuppertal sei am schlimmsten. „Autofahrer weichen dort nach links aus und nutzen die Abbiegespur ins Gewerbegebiet, um die Löcher zu umgehen“, erzählt er. „Es herrscht Tempo 50, aber man muss, sofern man direkt über die defekte Fahrbahn fährt, enorm abbremsen. Für Motorradfahrer ist das besonders gefährlich.“

Da es sich bei der Wuppertaler Straße ebenso wie bei der Elberfelder Straße um eine Landesstraße handelt, ist nicht die Stadt, sondern der Landesbetrieb Straßen NRW zuständig. Deren Sprecher Michael Overmeyer bestätigt, dass schon seit der vergangenen Woche zusätzliche Kolonnen unterwegs seien, um die Schäden zu sichten.

„Einige Straßen sind bereits als schwierig bekannt, sie werden vorrangig untersucht. Die Elberfelder Straße steht zum Beispiel unter besonderer Beobachtung.“ Kurzfristig wird jedoch auch dort, wenn überhaupt, nur Kaltasphalt eingesetzt. Ob auch langfristigere Maßnahmen ergriffen werden, stehe noch nicht fest. Daniel Bräuer hat dafür wenig Verständnis: „Hier muss einfach mal Geld in die Hand genommen werden, um die komplette Fahrbahndecke zu erneuer, statt jedes Frühjahr mit einer Schaufel Teer auszubessern.“

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