Ab 2011 hat die Stadt kaum noch Geld für ihre Gebäude. Mehrere Maßnahmen müssen warten.

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Springen ja, zuschauen nein? Die Erneuerung der Freibad-Tribüne wird frühestens 2012 realisiert.

Springen ja, zuschauen nein? Die Erneuerung der Freibad-Tribüne wird frühestens 2012 realisiert.

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Springen ja, zuschauen nein? Die Erneuerung der Freibad-Tribüne wird frühestens 2012 realisiert.

Sprockhövel. Im kommenden Jahr soll so wenig Geld wie noch nie in die städtischen Gebäude investiert werden. Die Zentrale Gebäudebewirtschaftung der Stadt (ZGS) hatte der Politik einen Vermögensplan vorgelegt, der lediglich eine Investition von 631 000 Euro vorsah.

Noch immer zu viel für den Betriebsausschuss, der etliche Posten nach hinten verschoben hat.

Investitionen gering wie noch nie

Die Beschlussempfehlung, die dem Rat vorgelegt wird, sieht nun vor, dass die ZGS für ihre Gebäude in 2011 lediglich 459 000 Euro in die Hand nimmt. "Das hat es noch nie gegeben", bestätigt ZGS-Leiter Ralph Holtze.

"Normalerweise bewegten sich unsere Investitionen - ohne Neubauten - zwischen 900 000 und 1,5 Millionen Euro."

Auch im Erfolgsplan soll der ZGS den Gürtel enger schnallen als erwartet. 380 000 Euro möchte die Politik hier insgesamt einsparen. Dafür wird an allen Ecken mit weniger Ausgaben gerechnet. Etwa in der Bau-Unterhaltung und im Grünpflege-Bereich.

Tribüne, Heizungen und Umkleiden - was 2011 nicht erneuert wird

Aufgrund der klammen Haushaltslage, darf die Stadt das Kassenpersonal im Freibad nicht mehr bezahlen. In diesem Jahr sprang der Förderverein ein.

Ob das auch 2011 wieder möglich sein wird, ist laut ZGS noch ungewiss. Konsequenz könnte eine Einschränkung der Öffnungszeiten sein.

Was sich unmittelbarer bemerkbar machen wird, sind die verschobenen Sanierungsmaßnahmen. Der größte Posten, der eingespart wird: die Erneuerung der Freibad-Tribüne für 80 000 Euro. Holtze betont die Wichtigkeit jeder einzelnen Maßnahme, die ursprünglich im Vermögensplan angesetzt war: "Wir betreiben keine Schönplanerei." Wird die Tribüne nicht in den nächsten Jahre erneuert, müsse sie für die Besucher gesperrt werden.

Ebenfalls rausgefallen ist die Erneuerung der Heizungen im Bauhof und der Kita Schee (zusammen 55 000 Euro). Die Verwaltung geht davon aus, dass beide Anlagen die zulässigen Grenzwerte für den Abgasverlust der Heizkessel nicht mehr erfüllen können. Beide sind Baujahr 1985.

Die stehen nun auf dem Plan für 2012. Wann die Maßnahme wirklich umgesetzt wird, ist damit nicht gesagt. Gleiches gilt für die Erneuerung der Umkleiden in der Grundschule Gennebreck.

In diesem und im kommenden Jahr kommt der ZGS ohne neue Kredite aus. Das wurde unter anderem durch Verkäufe möglich, Beispiel alter Sportplatz Haßlinghausen.

Ob in 2012 ebenfalls ohne Darlehen gearbeitet werden kann, ist ungewiss. Holtze: "Dann müssen wir sehen, ob wir eventuell eine Ausnahmegenehmigung bekommen." Die Haushaltssicherung schränkt die freie Handhabe des ZGS ein.

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