Die Stimmung auf der Party des Löschzugs Gennebreck war hervorragend – trotz Party-Konkurrenz.

Schon die Kinder am Nachmittag hatten viel Spaß bei der Flori-Fete.
Schon die Kinder am Nachmittag hatten viel Spaß bei der Flori-Fete.

Schon die Kinder am Nachmittag hatten viel Spaß bei der Flori-Fete.

Gerhard Bartsch

Schon die Kinder am Nachmittag hatten viel Spaß bei der Flori-Fete.

Gennebreck. Eines steht für Roland Krebbers fest: "Mit Frau ist teurer als ohne." Damit niemand allzu tief in dieser Erkenntnis schürfen möge, sei Entwarnung gegeben: Feuerwehrmann Krebbers vom Löschzug Gennebreck denkt nur laut über die Gagen von Musikgruppen nach.

In der Tat kostet eine Band mit Sängerin schon mal eine Stange Geld, und so fiel die Wahl für die 21. Flori-Fete in Herzkamp auf pure und eben preiswertere Männlichkeit. Bevor aber am Samstag die Wuppertaler Cover-Band "Teelex" auf Partystimmung schaltete, stand am Freitag die Wagenhalle unter Strom, als DJ Macknet Platten für Youngster auflegte.

Der Freitag mit seinem Disco-Programm gehört der Jugend

Langsam anfüttern, diese Devise hat sich im Zeichen von Feuerwehr-Schutzpatron Flori mittlerweile bewährt. So wendet sich der Freitag an die Jugend, der Samstag mit seinem umfangreichen Familienprogramm an alle und der Sonntag mit seinem deftigen Bauernfrühstück an die reifere Generation.

"Der Freitag war schwierig durchzusetzen", erzählt Krebbers. Schließlich seien die Kollegen Woche für Woche lange genug auf den Beinen und würden sich nicht unbedingt darum reißen, noch mehr Zeit zu opfern. Nun aber wisse man: "Dat muss." Erweise sich nämlich der Samstag als Regenloch, könne die gesamte Kalkulation den Bach runtergehen.

Danach sieht es dann auch wirklich aus, als finstere Wolken über Herzkamp hängen. Zudem hat der Nachbar Wuppertal mit seinem "Langen Tisch" ein schweres Geschütz aufgefahren. Aber Feuerwehrmann Dietmar Kampmann lässt sich nicht aus der Ruhe bringen: "Im vergangenen Jahr war es die EM, jetzt eben der Lange Tisch. Die Leute kommen trotzdem zu uns - seit 21Jahren."

besuch Am Freitag kamen 250Leute, am Samstag rund 800und am Sonntag zum Frühstück 300Menschen.

internet Mit einer überarbeiteten Internetseite flankierte der Förderverein des Löschzugs Gennebreck die diesjährige Flori-Fete. Wichtige Ergänzung ist dort die Anfahrt, denn das Fest - modern und doch in dörflichem Ambiente - wird zunehmend auch für auswärtige Besucher attraktiv.

Das Selbstvertrauen ehrt, aber Krebbers weiß, dass man auch immer mal nachbessern muss, um mit der Zeit Schritt zu halten. "Früher gab es so etwas wie Bauchredner auf dem Programm. Das will heute keiner mehr sehen."

Was die Leute sehen und hören wollen, ist dann offensichtlich eine Band mit handgemachter Musik, die an Zeiten erinnert, als Bauchredner gerade noch für gut durchgingen. Während die Kinder Hüpfburg und Kletterwand strapazieren, machen sich die Eltern fit für die Abendparty mit Musik bis in die Morgenstunden.

Die Mischung ist wieder mal perfekt und sorgt für ein volles Haus, in dem es zu Oldies von BAP und Dire Straits so richtig kracht. "Die meisten kamen allerdings erst später, als die Regenschauer vorbei waren", sagt Krebbers. Der Besuch ist wegen des wechselhaften Wetters dieses Jahr etwas zurückhaltender als sonst.

Weil einem Feuerwehrmann nichts erspart bleibt, müht sich der Löschzug begleitend zum sonntäglichen Bauernfrühstück schon mit dem Abbau, denn pünktlich zum Wochenbeginn muss der Berufsalltag wieder wie geschmiert laufen.

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