Angezündetes Papier soll das Feuer ausgelöst haben. Personen wurden nicht verletzt.

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Die Feuerwehr rückte mit 15 Fahrzeugen und 60 Kräften aus, um den Brand zu löschen.

Die Feuerwehr rückte mit 15 Fahrzeugen und 60 Kräften aus, um den Brand zu löschen.

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Die Feuerwehr rückte mit 15 Fahrzeugen und 60 Kräften aus, um den Brand zu löschen.

Haßlinghausen. In einer Industriehalle in der Straße Am Rennebaum hat es am Montagnachmittag gebrannt. Die Ursache ist nach Angaben von Polizeisprecher Dietmar Trust vermutlich vorsätzliche Brandstiftung. „Unsere Experten haben an zwei Stellen Hinweise entdeckt, dass dort Toilettenpapierrollen und Pappe entzündet worden sind.“

Im Inneren der Halle befanden sich mehrere Fahrzeuge und Müll

Passanten hatten gegen 17.26 Uhr Rauch aus der Halle steigen sehen und die Feuerwehr alarmiert, die sofort mit einem Großaufgebot anrückte. Weil die Halle verschlossen war, musste sich die Feuerwehr mit schwerem Gerät gewaltsam Zugang verschaffen. „Ein Alu-Rolltor wurde von uns mit Spezialsägen aufgeschnitten“, erklärt Jan-Patrick Westphal, Sprecher der Feuerwehr. Zwei mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Trupps konnten den Brand im Inneren der Halle nach Angaben von Westphal recht schnell löschen. Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Um ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben, wurde eine Wasserversorgung über die Straße Am Rennebaum verlegt.

Die 600 Quadratmeter große Halle ist nach dem Brand zwar nicht einsturzgefährdet, sei aber stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Nach Angaben von Polizeisprecher Trust und Feuerwehrsprecher Westphal befanden sich vor allem Müll und Unrat in der Halle, aber auch mehrere Autos und Lastwagen samt Anhänger sowie Kraftstoffe. „Die Fahrzeuge selbst sind nicht in Mitleidenschaft gezogen worden, sondern nur stark verrußt“, sagt Trust. Es handele sich um ältere, reparaturbedürftige Wagen, keine hochwertigen Fahrzeuge.

Nach seinen Angaben hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. „Das Papier wurde im Inneren der Halle entzündet. Wir vermuten, dass der oder die Täter durch eine Tür an der Rückseite des Gebäudes ins Innere gelangten.“ Die Tür sei nicht verschlossen gewesen, es habe auch keine Anzeichen auf einen Aufbruch gegeben. Weil sie im rückwärtigen Teil des Gebäudes liegt, dort wo die Trasse entlang läuft, hofft die Polizei, dass es mögliche Zeugen gibt, die Verdächtiges bemerkt haben.

Wie hoch der entstandene Schaden sei, vermochte Trust nicht zu sagen. Sollten der oder die Täter gefasst werden, drohen wegen vorsätzlicher Brandstiftung zwischen sechs Monaten und zehn Jahren Haft.

Die Feuerwehr war mit 60 Einsatzkräfte und 15 Fahrzeugen vor Ort. Von den sechs Sprockhöveler Löschzügen waren damit fünf im Einsatz.

Die Kreisfeuerwehrzentrale stellte ein weiteres Fahrzeug mit zusätzlichen Atemschutzgeräten zur Verfügung.

Zeugen, die unmittelbar vor dem Brand in der Nähe der Halle waren und etwas Verdächtiges bemerkt haben, werden gebeten, sich unter 02324 9166 6000 bei der Polizei zu melden.

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