Die Modenschauen von Sandra’s Modique ziehen seit 30 Jahren das Publikum nach Haßlinghausen.

Knapp 100 Damen verfolgten die aktuelle Modenschau von Sandra’s Modique in der Gaststätte Zum Amtshaus.
Knapp 100 Damen verfolgten die aktuelle Modenschau von Sandra’s Modique in der Gaststätte Zum Amtshaus.

Knapp 100 Damen verfolgten die aktuelle Modenschau von Sandra’s Modique in der Gaststätte Zum Amtshaus.

Stefan Fries

Knapp 100 Damen verfolgten die aktuelle Modenschau von Sandra’s Modique in der Gaststätte Zum Amtshaus.

Haßlinghausen. Für Erika Ströcker war der 13. September 1984 ein besonderer Tag. Damals, vor 30 Jahren, präsentierte die Besitzerin des Bekleidungsgeschäfts Sandra’s Modique an der Mittelstraße 20 ihre erste Modenschau. In diesem Jahr zeigte sie bereits die 60. Show – exakt am selben Datum.

„Mode ist meine Welt“, sagt die 64-Jährige. Seit mehr als 31 Jahren besitzt die Geschäftsfrau aus Wetter ihren Bekleidungsladen, den sie 1983 auf 35 Quadratmetern eröffnete. „Zwei Jahre später haben wir auf 65 und 1993 auf 180 Quadratmeter erweitert.“ Der Haßlinghauser Standort blieb derselbe. Modenschauen gehörten für Erika Ströcker von Beginn an dazu.

„Angefangen hat alles mit Roy Black: Ich habe ihn eingeladen“, schildert sie. Früher habe sie ihre Events, die massenweise Gäste anlockten, im Restaurant Am Schlagbaum veranstaltet – und stets mit einem Schlagersänger besetzt. „Bernd Clüver, Freddy Breck, Klaus Densow, Rex Gildo“, zählt sie auf.

Seit fünf Jahren präsentieren Erika Ströckers Laienmodels ihre Kleidungsstücke in der Gaststätte Zum Amtshaus, schräg gegenüber der Boutique. „Das ist praktischer, die Wege sind kürzer, sie können sich im Geschäft umziehen.“

In der jüngsten Modenschau zeigen sich acht Models in der aktuellen Kollektion in je sechs Durchgängen – Erika Ströcker hat viel zu zeigen. Einmal jährlich im Amtshaus, einmal in ihrem Geschäft. „Im Trend liegen die Farben Messing, Türkis, Petrol und Schwarz. Eine tolle Winterfarbe ist Dunkelblau“, sagt die Fachfrau.

Auf der Modemesse fällt die Wahl schwer

Mit einigen ihrer Fabrikanten arbeite sie schon seit der ersten Stunde zusammen, kenne deren Warenqualität genau. „Wenn ich auf der Düsseldorfer Modemesse CPD einkaufe, führe ich mir meine Kunden und die Gegend vor Augen“, sagt sie. Schließlich komme ihre Klientel nicht von der Kö, sondern von der Mittelstraße, fügt sie ohne Wertung hinzu. Die Wahl falle dennoch manchmal schwer.

„Was ich nicht vorrätig habe, versuche ich zu besorgen.“

Erika Ströcker, Inhaberin von Sandra’s Modique

Etwa 1800 Kunden zählt Erika Ströcker in ihrer Kartei, überwiegend mittleren und höheren Alters. „Ich bediene die Wünsche der modisch jung gebliebenen Dame“, beschreibt sie. „Was ich nicht vorrätig habe, versuche ich zu besorgen.“ Dieses Entgegenkommen schätzen Kunden nicht nur aus Sprockhövel und Umgebung, sondern auch aus Bayern, dem Sauerland, sogar aus Kalifornien. „Die Kundin kommt jedes Jahr hierhin, wir lassen ihr auch Ware schicken“, erzählt Erika Ströcker.

Währenddessen bewegen sich die Models in Zweiergruppen durch die Gaststätte und lassen sich bewundern. Erika Ströcker moderiert die Veranstaltung, beschreibt Beschaffenheit, Herkunft und manchmal Preis von Twinsets, Tuniken („Die liegen gerade sehr im Trend“), Wendejacken, Schals und Hosen.

Ihre Models tragen große Größen – darauf ist die Geschäftsfrau spezialisiert. „Ich habe 1964 meine Lehre in der Großkonfektion gemacht“, sagt sie. „Ich habe mir immer gedacht: Es muss jüngere Mode für stabile Frauen geben.“

Die Zuschauer zeigen mit interessierten Blicken und konkreten Fragen ihre Begeisterung. Stammgast Anneliese Dommermöller genießt es, die Kleidungsstücke an lebenden Personen und in netter Gesellschaft zu sehen. „Das ist anders als im Laden, einfach schön.“

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