Um Fördermittel nicht zu gefährden, musste die Politik schnell handeln. Einen Umweltmanager wird es aber nicht geben.

Um Fördermittel nicht zu gefährden, musste die Politik schnell handeln. Einen Umweltmanager wird es aber nicht geben.
Der Beigeordnete Volker Hoven findet einige Ideen aus dem Klimaschutzkonzept sehr reizvoll. Archiv

Der Beigeordnete Volker Hoven findet einige Ideen aus dem Klimaschutzkonzept sehr reizvoll. Archiv

Stefan Fries

Der Beigeordnete Volker Hoven findet einige Ideen aus dem Klimaschutzkonzept sehr reizvoll. Archiv

Sprockhövel. Plötzlich musste alles recht schnell gehen. Per Dringlichkeitsentscheid stimmte der Sprockhöveler Rat dem Klimaschutzkonzept für Sprockhövel zu. Noch im alten Jahr trommelte die Verwaltung der Stadt die Fraktionsvorsitzenden zusammen und ließ abstimmen. „Damit wollten wir auf der sicheren Seite sein, damit uns keine Fördermittel verlorengehen“, erklärte Sprockhövels Beigeordneter Volker Hoven das notwendige Zusammenkommen der Fraktionsvorsitzenden.

FDP muss Unterschrift noch nachreichen

Dass Bodo Middeldorf von der FDP es nicht zum kurzfristig anberaumten Termin schaffte, sei kein Problem gewesen, bestätigte der Kämmerer, dass die Unterschrift später folgte. Das von der Politik freigegebene und vom Fachausschuss für rund 15 000 Euro erstellte Klimaschutzkonzept sieht vor, welche Maßnahmen die Stadt noch in den kommenden Jahren unternehmen will, um die CO²-Werte zu verringern. Es war wohl lange in der politischen Diskussion, ob man das Konzept sofort, wie von den Grünen beantragt, beschließen müsse. Als Alternative wollten einige Fraktionen aber erst mal den Fachausschuss ausarbeiten lassen, was von dem Konzept zeitnah bis mittelfristig auch wirklich umsetzbar ist.

Nach einer Überprüfung stellten die Verantwortlichen fest, dass es notwendig ist, das Konzept erst mal zu beschließen. Immerhin hängen jeweils 90 Prozent der umzusetzenden Maßnahmen davon ab, denen die Ministerien Fördermittel zur Verfügung stellen.

Ob allerdings wirklich alles umgesetzt werden kann, müssen nun die Mitglieder im Fachausschuss ausarbeiten und dem Rat empfehlen. Sicher ist, dass es einen Umweltmanager, den die Grünen-Fraktion gefordert hatte, laut Kämmerer Hoven nicht geben wird. Je nachdem was der Fachausschuss von den vielen Maßnahmen empfiehlt, wird es sicherlich auch zu Diskussionen in der Planung für den Haushaltsetat 2019 kommen. „Denn die Politik muss ja darüber entscheiden ob und wie wir das in den Haushaltsplan aufnehmen und finanzieren“, schaut Volker Hoven auf die bevorstehenden Aufgaben.

Bei der Durchsicht der Anträge im Rat – übrigens nicht nur beim Thema Klimakonzept – scheint der Rat sich in zwei Lager aufzuteilen. Auf der einen Seite die SPD mit der FDP und WFS und auf der anderen Seite die CDU mit den Grünen und den Piraten. Bei allem Eifer zur Klimaverbesserung ist die Verwaltung gut beraten, keine Schnellschüsse zu machen. Ist Sprockhövel doch beim Thema Umwelt ohnehin nicht schlecht aufgestellt. Da braucht man sich nur die Schulen mit den umweltfreundlichen Verbrauchseinheiten anzuschauen. Einige Ideen aus dem Konzept findet Hoven übrigens durchaus reizvoll. Zum Beispiel wurden im Konzept autofreie Zonen an den Schulen vorgeschlagen.

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