Die Tendenz hält an: Auch im laufenden Jahr gibt es bisher weniger Einbrüche in Wohnungen.

Auch in Sprockhövel informierte die Polizei in den vergangenen Monaten zum Thema Einbruchschutz – offensichtlich mit Erfolg.
Auch in Sprockhövel informierte die Polizei in den vergangenen Monaten zum Thema Einbruchschutz – offensichtlich mit Erfolg.

Auch in Sprockhövel informierte die Polizei in den vergangenen Monaten zum Thema Einbruchschutz – offensichtlich mit Erfolg.

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Auch in Sprockhövel informierte die Polizei in den vergangenen Monaten zum Thema Einbruchschutz – offensichtlich mit Erfolg.

Sprockhövel. Die gefühlte Sicherheit und die wirkliche Sicherheit im Stadtgebiet Sprockhövel sind offensichtlich zwei Paar Schuhe: Die Angst vor Einbrüchen ist in den vergangenen Wochen und Monaten immer latenter geworden – obwohl die Zahlen etwas anderes sagen. Denn: Im Vergleich zum Vorjahr gab es 2013 deutlich weniger Einbrüche im Stadtgebiet.

85 Einbrüche beziehungsweise Einbruchsversuche verzeichnete die Polizei im vergangenen Jahr, 2012 waren es noch 135. Und: Der Trend setzt sich fort. Die Zahl der Einbrüche zwischen dem 1. Januar und dem 7. März dieses Jahres ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls rückläufig.

Kriminaloberrat Helmut Seelig präsentierte am Montag die Kriminalitätsstatistik 2013 der Kreispolizeibehörde Ennepe-Ruhr. Eine der wichtigsten Erkenntnisse: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in fast allen Städten (Ausnahmen bilden Schwelm und Breckerfeld) rückläufig, in Sprockhövel ist der Rückgang sogar am deutlichsten mit 37 Prozent.

Als Gründe führte Landrat Arnim Brux unter anderem die verstärkten Kontrollen an. „Hier fruchten unsere Maßnahmen der regelmäßigen offenen und verdeckten Kontrollen, die wir im zurückliegenden Jahr mit viel personellem Aufwand und der Unterstützung der Bereitschaftspolizei durchgeführt haben.“

Immer mehr Fälle von Internetkriminalität

Aber auch der hohe Anteil an Einbruchsversuchen (etwa 40 Prozent) zeige, dass präventive Maßnahmen ergriffen worden seien und dass sie Wirkung zeigten. Mit welchen Tätern man es zu tun habe, sei nur schwer nachweisbar. Im Polizeibezirk Ennepe-Ruhr liegt die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen bei 10,15 Prozent.

Die Zahl aller von der Polizei erfassten Straftaten im Jahr 2013 ist im Vergleich zum Vorjahr nur leicht rückläufig: 13 748 Fälle waren es im vergangenen Jahr, 13 838 waren es im Jahr 2012. Die Aufklärungsquote lag bei 53,87 Prozent (2012) bzw. bei 54,98 Prozent (2013).

Um die Zahl der Straftaten zu verringern, war die Polizei im vergangenen Jahr verstärkt auf Volksfesten und Veranstaltungen präsent. Zudem wurde die Vernetzung mit Nachbarkommunen verbessert und es wurden verstärkt zivile Kräfte eingesetzt.

Trotzdem sind sich Kriminaloberrat Seelig und seine Kollegen sicher, dass es sich nicht nur um Täter aus der Region handelt, sondern in zunehmendem Maß auch um Banden aus dem überregionalen Bereich, die die Autobahnnähe der Städte gezielt für ihre Beutezüge nutzen. Polizeidirektor Ingolf Schween wies aus diesem Grund darauf hin, dass es auch in Zukunft gezielte Kontrollen geben werde und dass Bürger auch weiterhin bei verdächtigen Beobachtungen nicht zögern sollten, die 110 zu wählen.

Neben aktuellen Zahlen zu den Wohnungseinbrüchen teilte die Kreispolizeibehörde weitere Zahlen mit. So ist die Gesamtkriminalität in Sprockhövel im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent zurückgegangen, dazu zählen Raubüberfälle, Körperverletzungen, Autodiebstähle und Taschendiebstähle.

Immer stärker habe man es laut Kriminaloberrat Seelig mit sogenanntenVermögens- und Fälschungsdelikten zu tun. 2602 Fälle wurden im vergangenen Jahr verzeichnet, den höchsten Anteil machten Warenbetrug und Warenkreditbetrug aus. „Es gibt immer mehr Fälle von Internetkriminalität, also dass beispielsweise Waren im Internet bestellt, aber nicht bezahlt werden“, erklärt Seelig.

Insgesamt konnte Landrat Arnim Brux dennoch ein positives Fazit ziehen: Hochgerechnet auf 100 000 Einwohner hat die Kreispolizeibehörde im Vergleich zum Landesdurchschnitt 28 Prozent weniger Straftaten zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote liegt hingegen sechs Prozent höher als der Landesdurchschnitt.

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