Schlümpfe, Männer in Tutus und Piraten paddelten beim Badewannenrennen um den Sieg.

Das Team „Haialarm“ kam zwar nicht als erstes ins Ziel - sicherte sich am Ende aber den Preis für die originellste Kostümierung.
Das Team „Haialarm“ kam zwar nicht als erstes ins Ziel - sicherte sich am Ende aber den Preis für die originellste Kostümierung.

Das Team „Haialarm“ kam zwar nicht als erstes ins Ziel - sicherte sich am Ende aber den Preis für die originellste Kostümierung.

Anna Schwartz

Das Team „Haialarm“ kam zwar nicht als erstes ins Ziel - sicherte sich am Ende aber den Preis für die originellste Kostümierung.

Sprockhövel. Wikinger, Gallier und Piraten tummelten sich am gestrigen Sonntag im Sprockhöveler Freibad. Sie alle hofften, den etwa 100 Meter langen Parcours durch das Schwimmerbecken unfallfrei zu überstehen und möglichst am Ende noch eine Platzierung zu ergattern. Kein leichtes Unterfangen, wie einige Teams schnell feststellen mussten. Um eine Badewanne zielsicher zu steuern braucht es Talent.
Insgesamt 27 Teams stechen mit dem ungewöhnlichen Vehikel in See. „Ich bin mit der Resonanz zufrieden“, erklärt Marcel Beckers, Vorsitzender des Fördervereins. „Diesmal sind auch viele neue Teams dabei. Zwei kommen aus Wuppertal, eins aus Witten.“ Auch auf den Rängen ist viel los: „In den letzten Wochen hatten wir wetterbedingt nicht viele Besucher. Das ist jetzt das, was wir wollen“, sagt Marcel Beckers.

Die Wettkampfutensilien – sprich Badewanne – stellte der Förderverein. Die Teams, bestehend aus Familienclans, Arbeitskollegen, Freunden oder Stammtischbrüdern, waren für originelle Verkleidungen, einen markerschütternden Schlachtruf und die sportlichen Leistungen zuständig.

Am Start machen sich die „Piraten“, „Schlafmützen“ und „Fischstäbchen“ bereit. Während die Piraten einen souveränen Eindruck hinterlassen, schaukelt die Fischstäbchen-Wanne schon beim Schlachtruf bedenklich. Die Schlafmützen haben gar kein Glück. Sie saufen nur wenige Meter nach dem Start ab. Getragen von Anfeuerungsrufen aus dem Publikum meistert das Piratenteam den Kurs um eine schwimmende Insel, von der ein Schwamm abgeholt werden muss und wieder ins Ziel mit Bravour.

Martin Heysel und Andrea Kubaschak haben selbst nicht mit ihrem Sieg gerechnet. „Wir sind zum ersten Mal dabei. Das Ganze ist eine wackelige Angelegenheit. Aber ich hatte einen Top-Steuermann“, lobt Andrea Kubascheck.

Vor dem Team „Monsterwanne“ zittert die Konkurrenz. Die Truppe ist zum viertel Mal dabei, sicherte sich bereits zweimal den Sieg. Asterix, Obelix und ein Wikingertrupp nehmen die Herausforderung an. Doch auch den Galliern geht es nicht besser als den Schlafmützen. Die Monster schaufeln sich Schlag um Schlag durch das Becken, währen Obelix seinem Ruf alle Ehre macht und schwimmend die vollgelaufene Wanne durch das Becken bis ins Ziel schiebt. So viel Einsatz hat Applaus verdient.

Zum dritten Mal in Folge siegt das Team „Monsterwanne“ beim Badewannenrennen in Sprockhövel. Zweite wurden die „Wikinger“ vor den „Paddelhasen.“ Der Preis für die originellste Verkleidung geht an das Team „Haialarm“. Marcel Beckers vom Förderverein will sich nun schlau machen, ob die „Monster“ zur Badewannen-Weltmeisterschaft angemeldet werden können.

Am 26. August wird das Bad zum Open-Air-Kino. Gezeigt wird der Film „Radio Heimat.“

„Monster“ Benjamin Pratz ist zufrieden. „Wir sind Handwerker, da sind wir gut im Training“, erklärt er den Vorrunden-Sieg. Doch auch die Favoriten kämpfen mit den gleichen Unbilden, wie alle anderen. „Es ist nicht leicht, das Gleichgewicht zu halten. Und es kommt darauf an, gleichmäßig zu rudern, sonst fährt man im Kreis.“

„Schlumpfine“ Wiebke Dahlhaus wartet noch auf ihren Einsatz. Sie startet gemeinsam mit einer Freundin zum zweiten Mal. „Es ist schwierig, die Spur zu halten und nicht Schlangenlinien zu fahren“, gibt sie zu. „Ich habe zwischendurch mal mit einem Kanu geübt, aber ob sich das jetzt auszahlt?“

Das Publikum ist jedenfalls von dem Spektakel begeistert. Von der Tribüne feuern auch Ursel Krämer und Elvira Spartmann die Mannschaften von ganzem Herzen an. „Wir schwimmen selbst regelmäßig hier und bringen deshalb viel Herzblut für das Bad mit. Es soll lange erhalten bleiben. Deshalb verbringen wir hier den Vormittag und freuen uns über die schöne Veranstaltung.“

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