Die Vereinigung der Gemeinden Herzkamp, Haßlinghausen und Silschede wird am Sonntag mit einem Festgottesdienst gefeiert.

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Gottesdienste werden auch weiterhin in den Kirchen Haßlinghausen (links), Silschede (mitte) und Herzkamp (rechts) gehalten. Trotz der Fusion soll auch die Gemeindearbeit wie bisher vor Ort geleistet werden. (Foto/

Gottesdienste werden auch weiterhin in den Kirchen Haßlinghausen (links), Silschede (mitte) und Herzkamp (rechts) gehalten. Trotz der Fusion soll auch die Gemeindearbeit wie bisher vor Ort geleistet werden. (Foto/

Martin Funda.

privat, Uwe Schinkel und Wolfgang Westerholz, Bild 1 von 2

Gottesdienste werden auch weiterhin in den Kirchen Haßlinghausen (links), Silschede (mitte) und Herzkamp (rechts) gehalten. Trotz der Fusion soll auch die Gemeindearbeit wie bisher vor Ort geleistet werden. (Foto/

Haßlinghausen. Nach der erfolgreichen Fusion der Gemeinden Haßlinghausen und Herzkamp im Jahr 2002 wächst die evangelische Gemeinde nun noch einmal: Seit Anfang des Jahres gehört nun auch die ehemals selbstständige Gemeinde Silschede dazu. Beschlossen wurde der Zusammenschluss im vergangenen Jahr, weil Silschede wegen sinkender Mitgliederzahlen und der finanziellen Situation nicht überlebensfähig gewesen wäre.

Im Gemeindealltag soll sich vorerst nichts ändern

Größere Veränderungen wird es aber vorerst nicht geben. Schließlich kennt man sich bereits. So besteht seit einigen Jahren zwischen Haßlinghausen-Herzkamp und Silschede eine Partnerschaft. Im Krankheitsfall oder bei Abwesenheit gab es daher bereits in der Vergangenheit eine unkomplizierte Vertretungsreglung. "Der Vertretungs-Pool mit Haßlinghausen ist erprobt. Insofern wird es kaum Veränderungen geben", sagt Uwe Renfordt, Pfarrer der Gemeinde Silschede. Auch die Gemeindearbeit soll weiterhin in den einzelnen Gemeindezentren aufrecht erhalten werden. "Im Gemeindealltag soll sich erst mal nichts ändern", sagt Pfarrer Kai Hegemann.

Auf Dauer wird eine Pfarrstelle in der Gemeinde wegfallen

Auch der Abbau von Personal sei nicht geplant. "Wir versuchen das natürlich zu vermeiden", sagt Hegemann. Dennoch müsse man auf Dauer mit einer Pfarrstelle weniger auskommen. Denn, wenn Pfarrer Manfred Hafer in Hiddinghausen in den nächsten Jahren in den Ruhestand geht, wird die Stelle voraussichtlich nicht mehr besetzt. "Jetzt, wo wir größer sind, können wir einen den Verlust aber gerechter ausgleichen", meint Hegemann. Ob die Stelle des Vikars Michael Hayungs, der bis zum Sommer Pfarrer Manfred Berger unterstützte, damit der seine Aufgabe als Superintendent des Kirchenkreises wahrnehmen konnte, neu besetzt wird, ist noch unklar. "Der nächste Einstellungstermin ist im Mai, dann muss man sehen, ob es einen geeigneten Kandidaten gibt", sagt Hegemann.

Gefeiert wird die Vereinigung am Sonntag um 10 Uhr in der Kirche Silschede. Der Festgottesdienst wird von den Pfarrern gemeinsam gestaltet - als Zeichen für die zukünftige Zusammenarbeit.

Anlässlich der Einführung von Martin Funda als neuen Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Sprockhövel durch Superintendent Ingo Neserke findet am Sonntag in der Zwiebelturmkirche in Niedersprockhövel ein Festgottesdienst statt. Beginn ist um 10 Uhr. Im Anschluss gibt es einen Empfang im Gemeindehaus am Perthes Ring. Martin Funda tritt die Nachfolge von Rosemarie Samtmann an, die über 30 Jahre lang als Pfarrerin in Sprockhövel tätig war. Martin Funda ist vielen Menschen des Kirchenkreises durch sein Engagement im Kirchenkabarett bekannt. Zurzeit wohnt er noch Hattingen, wird aber demnächst mit seiner Frau, die als Pfarrerin in der Notfallseelsorge in Hattingen/Sprockhövel tätig ist, umziehen. Martin Fundas Schwerpunkt wird neben der Betreuung des Pfarrbezirks die Arbeit mit Kindern sein.

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