Ennepe-Ruhr. Auch im Ennepe-Ruhr-Kreis und in Hagen hat der Januar die erwartete Verschlechterung am Arbeitsmarkt gebracht. Zum Monatsende waren im Gesamtbezirk 23.944 Menschen arbeitslos gemeldet, 1.600 mehr als noch Ende Dezember, allerdings noch 1.300 weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 9,0 Prozent. Im Bezirk Sprockhövel/ Gevelsberg sind 1936 Erwerbslose gemeldet (plus145). Die Quote stieg um 0,5 Punkte auf 6,6 Prozent.

Am stärksten war der Anstieg bei denjenigen, die sich neu arbeitslos meldeten. Für Agenturchef Dietmar Thönnes ein klares Indiz für die schwächelnde Konjunktur, auch wenn im Januar traditionell saisonale Aspekte eine Rolle spielen. Darauf deutet auch der weiter rasante Anstieg bei der Kurzarbeit hin.

126 weitere Betriebe (jetzt 410) meldeten im Januar Kurzarbeit an, theoretisch sind 8.000 Beschäftigte (plus 2.500) betroffen. "So lange, die Betriebe das nutzen, um Entlassungen zu vermeiden, ist das noch nicht als dramatisch zu werten. Wir werben sogar darum, dieses Mittel einzusetzen", sagte Agentur-Sprecher Ulrich Brauer.

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