Am 1. Mai ist der Haßlinghauser Posaunenchor traditionell im Planwagen durch die Stadt gefahren. Endstation Gevelsberg.

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Unterwegs im vom Trecker gezogenen Wagen: Der Haßlinghauser Posaunenchor.

Unterwegs im vom Trecker gezogenen Wagen: Der Haßlinghauser Posaunenchor.

Gerhard Bartsch

Unterwegs im vom Trecker gezogenen Wagen: Der Haßlinghauser Posaunenchor.

Haßlinghausen. Es ist still vor dem Paul-Gerhardt-Haus, Vögel zwitschern. Nach und nach kommen Menschen, immer mehr. Die Morgensonne blitzt auf ihren Instrumenten, spiegelt sich in Trompete, Flügelhorn, Posaune, Tuba und Euphonium – der Evangelische Posaunenchor Haßlinghausen sammelt sich zur Ausfahrt am 1. Mai.

Da biegt auch schon der Trecker ein, der den Planwagen zieht, geschmückt mit frischem Birkengrün. Großes Hallo, als Ute Lohmann und Fritz Eierding herunterklettern. Schließlich schickt Oliver Nicolai alle Chormitglieder auf den Wagen. 17 Blechbläser setzen sich auf die Bänke und holen tief Luft. „Der Mai ist gekommen“ - wenn in der Nachbarschaft noch jemand geschlafen haben sollte, ist er jetzt wach. Für Birgit Heßler am Flügelhorn gibt es ein „Happy Birthday“.

Der Chor spielt Frühlingslieder und Choräle

Und dann lässt Ute Lohmann den Trecker an zur Fahrt durch Haßlinghausen. „So ein Wetter ist ideal“, sagt Tuba-Spieler Udo Dülme. „Es gab Jahre, da war es ganz schön kalt.“ „Da brauchten wir Handschuhe“, sagt Rolf Hildebrand am Euphonium. Die Fahrt geht über die Mittelstraße, Radfahrer überholen, der Chor spielt Frühlingslieder und Choräle.

Scherze fliegen hin und her, die ersten Flaschen Bier und Fassbrause verlassen die Proviantkiste. Eine Runde Kurze macht die Bläser kurzfristig zur Percussion-Gruppe, als sie mit den Fläschchen auf den Tisch in der Mitte des Wagens klopfen.

Menschen kommen an den Wagen und reichen Kuchen an

Immer wieder stoppt der Trecker, „Alle Vögel sind schon da“, „Die güldene Sonne voll Freude und Wonne“. Menschen in den Fenstern winken, andere kommen an den Wagen. Einige sind vorbereitet, und so wird eine Kuchenplatte hochgereicht. Später findet noch eine Flasche mit Brombeer-Aufgesetztem und eine mit Korn den Weg auf den Planwagen. „So viele waren wir noch nie“, sagt Udo Dülme. Die Stationen ziehen vorbei, Hof Dellwig, Haus am Quell.

„Gospel“ ruft jemand im Wagen, und Nicolai gibt vor: „Swing low!“ An blühenden Wiesen vorbei geht es wieder Richtung Ortskern. Zuletzt nimmt der Trecker Kurs auf Gevelsberg. Bruchmühle ist das Ziel, dort wird später gegrillt. Und zugehört, denn für Musik wird das Bergische Brass Quartett zuständig sein.

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