Sternsinger von St. Josef und St. Januarius machen sich auf den Weg zu den Menschen.

Tradition
Im vergangenen Jahr sammelten die Sternsinger in Sprockhövel mehr als 10 400 Euro. Archiv

Im vergangenen Jahr sammelten die Sternsinger in Sprockhövel mehr als 10 400 Euro. Archiv

Gerhard Bartsch

Im vergangenen Jahr sammelten die Sternsinger in Sprockhövel mehr als 10 400 Euro. Archiv

Sprockhövel. In vielen Gegenden gehören die Sternsinger zu den liebgewonnenen Traditionen und für manchen, der sie ausdrücklich zu sich einlädt, ist der mit der Segnung der Wohnung verbundene Besuch ein ganz besonderes Ereignis. Da werden auch schonmal Plätzchen und heißer Kakao vorbereitet, mit dem sich die jungen Botschafter der Gemeinden auf ihrer Runde stärken können.

Kreidezeichen symbolisieren den lateinischen Segenszuspruch

In den Gemeinden St. Josef und St. Januarius heißt es am kommenden Wochenende „Die Sternsinger kommen“. In ihren an die Heiligen Drei Könige erinnernden Gewändern bringen die Mädchen und Jungen nach ihrer formellen Aussendung am Samstagvormittag den Segen „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus) zu den Menschen – das ganze Jahr erkennbar an dem bekannten Kreidezeichen „20+C+M+B+13“. Zugleich sammeln sie für notleidende Kinder in aller Welt.

1959 wurde die bundesweite Aktion des Dreikönigssingens erstmals gestartet. Sie ist inzwischen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Getragen wird sie vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Jährlich werden mit den Mitteln aus der Aktion rund 2200 Projekte in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt.

In diesem Jahr stehen Kinder in Tansania im Blickpunkt

Die aktuelle Aktion steht unter dem Leitwort „Segen bringen, Segen sein. Für Gesundheit in Tansania und weltweit“. Damit wollen die Sternsinger deutlich machen, dass Kinder überall auf der Welt das Recht auf medizinische Versorgung haben.

Die Finanzierung von Gesundheitsstationen in ländlichen Gegenden, die Unterstützung von Vorsorgeuntersuchungen und kostenfreier Behandlungen von Mädchen und Jungen in medizinischen Einrichtungen, die Anschaffung von medizinischem Gerät oder die Ausbildung von Ärzten und Krankenpflegern – zahlreiche Projekte werden von den Sternsingern im Themenbereich unterstützt.

Die Aussendung der Sternsinger findet am Samstag statt: in St. Josef um 10.30 Uhr und in St. Januarius um 14.00 Uhr. Am zweiten Aktionstag werden die Sonntagsmessen mit den Sternsingern gestaltet.

Doch nicht nur die Kinder in den Projekten in Tansania sollen vom Einsatz der kleinen und großen Könige in Deutschland profitieren. Auch Straßenkinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten oder Kinder, die in Krisengebieten, Flüchtlingslagern oder ohne festes Dach über dem Kopf aufwachsen, werden Jahr für Jahr in Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion unterstützt werden.

Vor ihren Besuchen in den Häusern haben sich die Sternsinger gemeinsam mit ihren jugendlichen und erwachsenen Begleitern auf ihre Aufgabe vorbereitet. So kennen sie auch die Nöte und Sorgen der Kinder rund um den Globus, für deren Linderung sie mit ihrem Engagement sorgen möchten.

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