Buchspende: 50 Romane und Jugendbücher gestiftet. Gute Nachricht erhielt er dieser Tage auch aus Arnsberg. Die Finanzaufsicht duldet nun doch einen Erwerber-Etat von 3000 Euro pro Filiale.

Zwei dicke Kisten voll aktueller Bücher hat Buchhändler Thomas Balthasar (l.) gestern der Stadtbücherei gespendet. Für deren Leiter Roman Reinders eine willkommene Ergänzung des Bestands.
Zwei dicke Kisten voll aktueller Bücher hat Buchhändler Thomas Balthasar (l.) gestern der Stadtbücherei gespendet. Für deren Leiter Roman Reinders eine willkommene Ergänzung des Bestands.

Zwei dicke Kisten voll aktueller Bücher hat Buchhändler Thomas Balthasar (l.) gestern der Stadtbücherei gespendet. Für deren Leiter Roman Reinders eine willkommene Ergänzung des Bestands.

Wolfgang Westerholz

Zwei dicke Kisten voll aktueller Bücher hat Buchhändler Thomas Balthasar (l.) gestern der Stadtbücherei gespendet. Für deren Leiter Roman Reinders eine willkommene Ergänzung des Bestands.

Haßlinghausen. Ein Ausrufezeichen für Leseförderung hat jetzt der Haßlinghauser Buchhändler Thomas Balthasar gesetzt. Der klammen Stadtbücherei schenkte er 50 aktuelle Romane und Jugendbücher von "Kalte Freundschaft" von Simone van der Vlugt bis zum Jugendroman "Verrat in Skoglund" der bekannten Autorin Kirsten Boie.

Mehr als 500 Euro ließ er sich seine Unterstützung kosten, mit der er einen Beitrag zum Erhalt der Stadtbücherei leisten will. Aufgeschreckt hatte ihn das Verbot der Finanzaufsicht, die ein Auge auf Investitionen und freiwillige Leistungen der hoch verschuldeten Stadt hat, in diesem Jahr überhaupt Geld für neue Bücher auszugeben.

"Man kennt das doch. Erst wird der Etat gekürzt, dann bleiben die Besucher weg und dann ist es nicht mehr weit zur Schließung", begründete Balthasar seine Spende. Einen Nutzen erhofft er sich daraus auch für sein Geschäft. "Jeder Nutzer der Stadtbücherei ist auch ein potenzieller Kunde für mich. Wir befruchten uns gegenseitig."

Büchereileiter Roman Reinders war von der Mischung der neuen Bücher regelrecht begeistert. Für die Stadtbücherei ist es bereits die zweite Großspende in diesem Jahr, nachdem im Januar bereits eine Viodeothekenbesitzerin 100 Spielfilm-DVDs gestiftet hatte. "Die wurden seitdem rege ausgeliehen", sieht Reinders bereits einen positiven Effekt.

Gute Nachricht erhielt er dieser Tage auch aus Arnsberg. Die Finanzaufsicht duldet nun doch einen Erwerber-Etat von 3000 Euro pro Filiale. Reinders: "Zum Glück hatte man dort offene Ohren für unsere Argumente. Eine Streichung hätte vor allem untere Einkommensschichten getroffen und unser Förderprojekt Leseclub-Junior".

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